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Kraft.
Vorkommen. Zu ihrer Erklärung und Entfernung aus dem Ge-biete des Wunderbaren mufs man aber Folgendes wohl überle-gen. Gewisse Personen, namentlich verwandte, insbesondereZwillingsgeschwister, können leicht einander psychisch undphysisch sehr ähnlich seyn. Haben dann außerdem die nämli-chen äufsern Verhältnisse auf sie einen gleichen oder ähnlichenEinflufs, selbst wenn sie von einander entfernt leben, so ist eskeineswegs unnatürlich, dafs beide gleichzeitig traurig oder hei-ter, vergnügt oder mifsvergnügt sind. Ist ohnehin die eine oderdie andere von diesen Stimmungen bei beiden vorherrschend,so ist es in gewisser Hinsicht fast notlnvendig, dafs eine gleicheGemüths- und Denkungsart gleichzeitig ähnliche Handlungs-weisen und deren Wirkungen hervorbringt, ohne dafs es immindesten erforderlich ist, zu geheimen sympathetischen Kräftenseine Zuflucht zu nehmen, um die Gleichzeitigkeit gewisser Be-gebenheiten und Schicksale zu erklären, welche solche verwandtePersonen betreffen. Nimmt man das vielfache Spiel des Zufallshinzu und übersieht man nicht, dafs namentlich verschiedeneKrankheiten gewissen Lebensperioden der llegel nach zugehö-ren und sich daher ohne auffallend deutliche äufsere Ursachenin gleichmäßig organisirten Individuen sehr leicht gleichzeitigentwickeln können, so verschwindet das absichtlich GesuchteWunder; Sympathien, mystische und verborgene Kräfte sindunnöthig und alles läfst sich aus bekannten Gesetzen recht guterklären.
Viele Menschen glauben außerdem noch fortdauernd aneine bloß physische oder physiologische Sympathie. Hiernachsoll zwischen gewissen Körpern, Handlungen, Formeln u. s.w.und Personen eine Mitleidenschaft exsistiren, wodurchWunden,Krankheiten u. dgl. geheilt und sonstige Uebel abgewandt wer-den können. Dahin gehören also hauptsächlich die sympatheti-schen Curen, Wenn man die zum Theil dem religiösen Aber-glauben angehörigen Wunderwirkungen geweihter Gegenstände,als diesen Untersuchungen fremd , ausschließt. Wer bei hart-näckigen Uebeln alle ihm bekannten Mittel vergebens angewandthat, dem wird man es leicht verzeihen, wenn er dann auch zusympathetischen seine Zuflucht nimmt; sollten sie aber bei ruhi-ger Ueberlegung zulässig erscheinen, so müßte es nothwenuigauch ähnliche Mittel geben , welche Krankheiten zu erzeugenoder vorhandene unheilbar zu machen vermöchten. Indem Letz-