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[Fünfter Band. H - K.]
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Geheime.

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nichtig erkannt wurde. Wer nämlich mit der Geschichte derzahlreichen Verirrungen des menschlichen Verstandes vertrautist, wird leider zu der Ueberzeugung gelangen, dafs der Hangzum Wunderglauben viel zu grofs und allgemein ist, als dafsauf diesem Doden nicht in wiederkehrenden Perioden stets neueFrüchte des Aberglaubens wuchern sollten. Die Hauptclassensind folgende :

a) Sympathie oder Mitleidenschaft. Es giebt deren zweiArten , die moralische und die physische. Die erstere, welcheman auch eine psychische nennen könnte und die nicht eigentlichhierher gehört, besteht darin, dafs zwei oder mehrere Personenin Folge gleicher Afficirungen des Gemüths gleiche Empfindun-gen haben, also gleichzeitig Schmerz, Freude, Zorn, Unwillenu. s. w. empfinden. In der Kegel W’erden diese Gemüthsafiectio-nen in der einen Person durch vorhandene Ursachen erzeugt, unddie von einer oder mehreren anderen wahrgenommenen Aeufse-run«en derselben, so wie auch die blofse Kenntnifs der wirken-den Ursachen , erzeugen dann in ihnen gleiche Empfindungen,indem sie durch lebhafte Vorstellung die Persönlichkeit des be-obachteten Leidenden zu der ihrigen machen. Ist dann gleichdie Aflection des £emüths bei den mitleidenden Personen inder Regel weniger stark, als bei den eigentlich zunächst undunmittelbar aflicirten , so äufsert doch auch bei den ersteren dierein psychische Ursache einen physiologischen Einfiufs, welcheraus der innigen Verbindung der Seele mit dem Körper sehrleicht erklärlich wird. Hierauf beruhet der wohlthätige Einfiufsfroher Umgebungen und der nachtheilige trauriger, insbesondereauf reizbare, zur psychischen Sympathie geneigte Personen, wo-durch diese letztere allerdings indirect zur physischen wird.Man hat indefs auch behauptet, dafs durch Aehnlichkeit derGeister verwandte Personen ohne äufsern Eindruck und in unbe-stimmter Entfernung von einander sympathetisch aflicirt würdenund diesetnnach ohne eine bekannte Ursache gleichzeitig Freudeoder Traurigkeit empfänden ; ja man will viele Fälle beobachtethaben, in denen vermöge einer eigenthiimlichen, zunächst phy-sischen , Sympathie gleichzeitig die nämlichen Krankheiten beiverwandten, aber von einander weit entfernten Personen ausge-brochen seyn sollen, welches insgesammt gewissen unbekanntenKräften der Sympathie zugeschrieben wird.

Es ist allerdings richtig, dals auffallende Fälle dieser Art

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