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Kry stall.
Nachahmungen von Krystallen oder als uneigentliche Krystallebetrachtet werden. Hierher gehören 1 ) Ausfüllungen krystall-förmiger, leergewesener Räume durch eine Masse, welche fürsich solche Gestalten zu bilden nicht imStande seyn würde, wiediejenige ist, welche sie hier durch den gegebenen Raum, densie erfüllen mufs, anzunehmen gezwungen ist ( jlfterkrystallevon Manganerz,. Rotheisenstein u. s. w. in Formen, welche vor-her von Kalkspathkrystallen eingenommen worden waren u. s. w.),2) Krystallförmig gestaltete Massen, entstanden durch Umwand-lung oder durch ganze oder theilweise Zersetzung anderer Mas-sen mit Beibehaltung der Form, welche diese vor der Zerstörungeinnahmen ( Pseudomorphosen von Bleiglanz oder Schwefelblei,entstanden aus Krystallen von phosphorsaurem Bleioxyde , mitBeibehaltung der lvrystallgestalt dieser Substanz). 3) DurchMenschenhand absichtlich gebildete Modelle von Krystallenund so weiter.
Das Wort Kry stall (xpucrraUo;) heifst Eis, wurde späterangewandt zur Bezeichnung des Bergkrystalls und erhielt end-lich diejenige Ausdehnung des Sinnes, in welcher wir es jetztanwenden.
Die Wissenschaft von den Krystallen heifst Krysiallkunde(Crystallologia). Sie zerfällt in die Lehre von den mathemati-schen Eigenschaften der Krystalle, Krystallometrie , und in dieLehre von der Krystallisirnng oder Entstehung der Krystalle,Krystallogenie. Die Krystallometrie, insofern sie eigentümlicheGesetze entwickelt, von denen die verschiedenen geometrischenEigenschaften der fraglichen Körper abhängen, heifst Krystallo-nomie oder Krystallgesetzlehre. Insofern es aber eine der wich-tigsten Gegenstände der Krystallometrie ist, Krystalle mit Hülfeeiner, in Worten oder Zeichen bestehenden, Kunstsprache be-schreiben zu lehren, heifst sie auch Krystallographie.
Die Krystallometrie hat es sonach zu thun mit Gröfse undForm der Krystalle und ihrer Theile, der Flächen, Kanten,Ecken u. s. w.
Die Gröfse der Krystalle von einer und derselben Masse istim Allgemeinen sehr verschieden; deshalb sind genaue Angabendarüber von geringem Interesse, obgleich es keineswegs unwich-tig seyn dürfte, dafs manche Substanzen kaum die Gröfse eineroder einiger Kubiklinien erreichen, wie z. B. der Diamant, wäh-rend andere bis zu 4 Kubikfufs und darüber Körperinhalt haben