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[Fünfter Band. H - K.]
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Krystall.

Später erfand Carangeau das sogenannte Anlege-Goniometer

oder Hand-Goniometer (Goniomitre par application),

mit dessen Hülfe Rome de i/Isee und später Hauy und andere

weit genauere Angaben zu liefern im Stande waren, als ihre

Vorttäntrer. Dieses Goniometer besteht aus zwei linealartitjenEi°. ° ° ö

213. Vorrichtungen ab und df, die der Länge nach mit Spalten gh

und 1 m versehen sind , welche dazu dienen , eine kleine Axe canzubringen, zur Umdrehung für das eine Lineal df und zurVerschiebung beider, um beliebige Verkürzung der Schenkelac und d c erzeugen zu können. Das Lineal ab ist mit seinerMittellinie gk an einem Arme ck befestigt mittelst der Axe beic und mittelst eines Stiftes bei e, welcher Arm mit einem inGrade getheilten Halbkreise rts zusammenhängt. Die Befesti-gung mufs so seyn, dafs der Arm cf auf der Hbene des Kreis-bogens aufliegt und die Linie n f sich jedesmal in der Richtungeines der Radien befindet; ebenso mufs auch die eine durch dieMitte der Axe c und durch die Mitte des Stiftes bei e gehendegerade Linie gk die l’uncte des Kreisbogens 0 und ISO mit ein-ander verbinden. Die Spalte ik in dem Lineale ab dient mitzur Verschiebung dieses Lineals an dem Stifte bei e.

Beim Gebrauche hält man den zu messenden Krystall in derlinken Hand , während man mit dem Daumen und Zemelinoerder rechten das Lineal df bewegt und zu bewirken sucht, dalsdie einander zugekehrten Ränder der Schenkel ca und cd beiderLineale den zu messenden Neigungswinkel einschliel’sen, und dadiese Ränder eine kleine Breite haben, so beurtheilt man durchdas Gefühl und durch das Auge, ob ein so vollkommenes Anlie-gen statt findet, dafs zwischen den fraglichen Krystallllächenund den sie berührenden Theilen der Lineale kein Lichtstrahlhindurch dringen könne. Die Stelle, in welcher sich'dunn diezugeschärfte, in der Richtung des Halbmessers liegende, Kanten f des Lineals df befindet, giebt die Anzahl der Grade an, wel-che der fragliche Neigungswinkel mifst. Ist aus irgend einemGrunde die gröfsere Länge der Schenkel c a und c d hinderlich,so werden sie durch die erwähnte Verschiebung verkürzt; oftist dann auch zugleich der Theil ts des Gradbogens selbst dergenauen Anlegung im Wege und deshalb ist der Halbkreis beit getlieilt und mit einem Gelenke verbunden; die Feder co istbestimmt, den Bogen ts mit dem andern tr und dein MitteJpuuctc in einerlei Ebene zu erhalten. Wird ihre Verbindung bei o