Band 
[Fünfter Band. H - K.]
Seite
1041
JPEG-Download
 

1041

Krystallpmetrie.

zwei oder mehrere ebenbildliche Stellungen gestattet. Die Figurhat dann einen einzigen bestimmten JUillelpu.net, und die Nor-male, welche in diesem Mittelpuncte aufsteht, ist die einzige,in Beziehung auf welche dem Bilde zwei oder mehr ebenbild-liche Stellungen jeder Art eigen sind.

Wenn 2 Functe oder Theile A und B eines ebenen Bildeseinander ebenbildlich sind, hinsichtlich auf ihr Verhalten zu ir-gend einem Puncte G in diesem Bilde, der nicht TVlittelpunct derFigur ist, so sind sie auch einander ebenbildlich hinsichtlichauf ihr Verhalten zum Mittelpuncte, d. h. sie sind als Theileder Fisur selbst einander ebenbildlich. Von einem Bilde, w r el-ches, in Beziehung zu der in seinem Mittelpuncte aufstehendenNormale, p ebenbildliche Stellungen jeder Art hat, sagt man,es entspreche einem pgliedrigen ebenen Strahlensjsleme, seyeine pgliedrige ebene Figur, ein pgliedriges ebenes Bild; denndie Anzahl der in einem solchen Bilde denkbaren ebenbildlichen,vom Mittelpuncte ausgehenden Strahlen jeder Art ist = p. So Fig.ist in den Abbildungen jede der Figuren a, b, c und a, b, c, d, egng'eine 2gliedrige ebene Figur (Jigura binoradiatd); jede der Fi-guren a,b,e und a,b,c eine Aghedrige (Jigura ternoradiata); 23 1.jede von den Figuren a und b und.a, b, c eine 4gliedrige (ßgurß^Qquaternoradiata) u. s. w. Für p = 1 entsteht die lgliedrigeebene Figur (Jigura singuloradiqtd), hierher gehören z. B. die^^Figuren a,b, c, d und a, b,c, d u. s. w. 235 .

Ein pgliedriges Bild hat sonach p ebenbildliche Theile je-der Art.

Eine 2te Art der VerMeichung der Theile eines ebenen Bilrdes hinsichtlich ihres Verhaltens zu einem in diesem Bilde ge-gebenen Puncte hat den Zweck zu untersuchen, ob nicht Theilevorhanden sind, die in der genannten Beziehung sich zu dender Vergleichung unterworfenen Theilen gegenbildlich verhal-ten. Sie geschieht dadurch, dafs man als Ilülfsfigur oder \ er-gleichungsßgur das Gegenbild der gegebenen Figur sich denktmit der entsprechenden Normale und dafs man sodann dieseplülfsfigur nebst ihrer Normale sq stellt, dafs die Normale der2 e n ebenen Fiüur mit der Normale der Hülfsiinur zusammenfällt

o O O O 1

und zu gleicher Zeit die Ebene, in welcher die gegebene Figurliegt, mit der, in welcher die Flülfsfigur liegt, zusammenfallt,und sodann, wenn es nöthig ist, durch Drehung der gegebenenFigur um die gemeinschaftliche Normale erforscht, ob unter den