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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Erdhalbkugeln.

kann 1 . Von Zach bemerkt übrigens, dafs man bei der Be-rechnung des Inhalts nach geometrischen Regeln die sphäroidi-sche Gestalt der Erde berücksichtigen müsse, deren Eintlufs inder Zeichnung der Charten gewöhnlich nicht merklich ist 2 . BeiCharten von erheblicher Gröfse kann indessen eine Rücksichthierauf, selbst bei der Zeichnung , nöthig werden.

II. Darstellung einer ganzen Halbkugelder Erde.

Man nennt diese Abbildungen Planisphären , Planiglobien( ’Planisphaerium, Plwiiglobium; Plan ig lobe) und gründetsie theils auf Projectionen, theils auf andere, eine gewisse Ueber-einstimmung mit der wirklichen Lage gebende Zeichnungsarten.Bei den Projectionen nimmt man eine bestimmte Lage des Augesund eine bestimmte Lage der Projectionsebene an, zieht vomAuge gerade Linien nach allen abzuzeichnenden Puncten undträgt die Durchschnittspuncte dieser Linien mit der Projections-ebene als die Projectionen jener Puncte in die Charte ein. Unterdiesen verdienen die stereographische Projection, die schonIIipfak ch kannte 3 , und die orthographische Projection vorzüg-lich erwähnt zu werden.

Bei der stenographischen Projection denkt man sich dasAuge in demjenigen Puncte der Kugeloberfläche , welcher demmittleren Puncte der darzustellenden halben Kugelfläche geradegegenüber steht; die Projectionsebene aber ist senkrecht gegendie vom Auge nach dem Mittelpuncte gezogene Linie und gehtdurch den Mittelpunct der Kugel. Ist diese Ebene die Ebene desAequators, so steht das Auge im Pole und der andere Pol ist inder Mitte der Projection, die dann Polarprajection heilst; gehtdie Projectionsebene durch die Pole, so erscheint in der Acqua-torealprojection ein Punct des Aequators in der Mitte der Pro-jection , wie auf den Planiglobien, deren eine America, die an-dere die sogenannte Alte Welt vorstellt; ist die Mitte der Pro-jection irgend ein anderer Ort, so keifst sie eine llorizontal-projection.

1 v. Zach’s Mon. Corr. I. 169.

2 Ebend. I. 185.

3 Ebend. II. 67.