104
La ml ch arte.
'S-
0 .
21 .
Die Hauptregeln zur Construclion dieser Projection lassensich so iiberselin.
Es stelle ABDE die Erdkugel, B, E ihre Pole vor und essey eine Aequatorealprojection zu entwerfen. Das Auge stehein A, so ist D der Punct, welcher in der Mitte C der Frojec-tionstafel BFE erscheint, BDE der Meridian , der durch diegerade Linie BCE vorgestellt wird. Fängt man an, die Pro-jection zu zeichnen, so ist offenbar, dafs der Meridian BFE,welcher die Frojectionstafel begrenzt, als Kreis in bfe erscheintund dafs die auf ihm abgetheilten Breitengrade 15°, 30°, 45°u. s. w. durch eine Eintheilung des Kreises bfe in gleiche Theilerichtig angegeben werden. Ebenso leicht erhellt, dafs b e dieübertragene BE ist, die den mittlern Meridian BDE vorstellte,und wenn man B D E in seine Grade eintheilt, von jedem Thei-"lungspuncte G, II u. s. w, aus aber die Linien GA, HA o. s. w.zum Auge zieht und ihre Einschniftspuncte g, h... in den Durch-messer BE, das ist in die Frojectionstafel, bemerkt, so erhältman, indem man Cg, Ch nach dg, dh überträgt, in g, h dasBild der Puncte G, II u. s. w. Kreisbogen, die durch die mit15°, 15°, 15° oder 30°, 30°, 30° bezeichnten I’uncte gehen,stellen die Parallelkreise vor. Auch das läfst sich leicht über-sehn , dafs man CF eben so eintheilen mufs, um die Abthei-lungen des Quadranten D F des Aequators aufzutragen, wie manCB eintheilte, um die Theile des Quadranten BD zu erhalten;trägt man also diese Abtheilungen auf fl auf und zieht durchjeden Theilungspunct einen zugleich durch beide Pole b, e ge-henden Kreisbogen, so erhält man die Meridiane, ln die sogezeichneten Vierecke lassen sich die Orte ziemlich leicht ein-tragen.
Aehnliche Betrachtungen führen zu der Zeichnung der Po-
lar projection.
Die orthographische Projection setzt das Auge als unendlichentfernt voraus, oder, was dasselbe ist, man projicirt alle Puncteder Kugel durch parallele, auf die Projectionsebene senkrechteLinien auf diese. Will man also eine Polarprojection orthogra-phisch entwerfen, so fallt der Pol in die Mitte, der Aequator inden Umfang des Kreises, der diese Projection vorstellt, alle Pa-rallelkreise erscheinen als Kreise und zwar als Kreise, derenHalbmesser =; r.Cos. der Breite ist; die Meridiane erscheinenals gerade Linien , die vom Mittelpuncte ausgehend eben die