Seec Ii a rten. 107
zeigt, dafs die Theilungspuncta L folgenden Theilen des Halb-messers entsprechen:
für p
ist C L
für p
ist CL
10°
0,1368
50°
0,6512
20»
0/27*20
60°
0,7624
30°
0,4040
70°
0,8619
40°
0,5309
80°
0,9454
90°
1,0000.
Diese Vorschrift scheint die angemessenste zu seyn, obgleichman, da die Verhältnisse der Distanzen nicht den wahren Ver-hältnissen angemessen sind, auch andere Vorschriften gebenkann, je nachdem man sich vorsetzt, andere Bedingungen zuerfüllen.
IIT. Seec harten. »
Wenn man eine Charte von mäßigem Umfange so gezeich-net hat, dafs alle Meridiane unter sich parallel und die l’arallel-kreise auch unter sich parallel sind , die Längengrade aber aufder ganzen Charte dasjenige Verhältnis zu den Breitengradenhaben, was für die Mitte der Charte genau statt findet, so hatman diejenige Art von Charten, welche die Schiffer l J lanchartennennen. Da der SchifTer gewohnt ist, längere Zeit nach dem-selben Compafsstriche zu segeln und dann auf der in die Charteeingetragenen Richtung die durchlaufene Entfernung aufzuzeich-nen , so kann er sich dieser Charte nur für sehr mäfsige Entfer-nungen bedienen. Gingen nämlich von einerlei Puncte, zumBeispiel unter 45 Grad Breite, zwei Schiffe so aus, dafs daseine beständig nach Nordost, das andere nach Südost steuerte,so würden beide gewifs 60 Meilen in der Länge fortgerückt seyn,wenn sie 60 Meilen in der Breite fortgekommen sind oder ihreBreite um 4 Grade verändert haben. Diese 60 Meilen betragennach dem Mafse der Längengrade unter 45 Graden der Breitebeinahe 5° 40' und um so viel würden beide Schiffer ihre geo-graphische Länge geändert zu haben glauben; aber da der nörd-lich Schiffende zu immer kleinern Längengraden kommt, dersüdlich Schiffende zu immer gröfsern , so hat jener in Wahrheitseine Länge mehr verändert, dieser dagegen weniger, und siewürden, selbst bei dieser mäfsigen Entfernung, ihre Länge ausder Charte um etwa £ Grad unrichtig abnehmen.