Band 
Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
Seite
111
JPEG-Download
 

Lebenskraft.

111

diges Buch, welches alles Wichtige ümfafst, was hierher gehört,verdient Joh. Tois. Mayeh’s Werk genannt zu werden: Voll-ständige und gründliche Anweisung zur Verzeichnung der Land-,See - ur.d Himmelscharten. 4te Auf!. Erlangen 1828. (Der 4teTheil von Mayer’s practischer Geometrie.) Es giebt theoretischeEntwickelungen und praktische Anleitungen über alle hierhergehörigen Gegenstände. Ein neueres Werk, das ich noch nichtselbst gesehn habe, ist: Delangeard observations on geographi-cal projections, or an examination of the principal methods ofconstructing maps. B.

L a n d t r o ni b e n , s. XV i n d.

Lebenskraft.

Lebensprincip; Vis viialis; Force vitale , Fa-culte vitale, Vitalite; Vital power, vital faculty,Viiality.

Die Physik, indem sie die in der Natur wirksamen Gesetzeaufzufinden strebt, beschränkt sich zunächst nur auf diejenigenKräfte, welche die Veränderungen unorganischer Körper bedin-gen, iiberläfst dagegen alles dasjenige, was zur Lebensthätigkeitgehört, der Physiologie. Sowie es aber keine scharfe Grenzezwischen organischer und unorganischer Materie ’giebt und au-fserdem Ptlanzen und Thiere kaum mit völliger Bestimmtheitvon einander gesondert werden können, so lassen sich auch dieKräfte der leblosen und der lebenden Natur nicht mit absoluterSchärfe trennen und müssen daher die letzteren bei den allste—meinen .Untersuchungen der Naturgesetze schon deswegen be-rücksichtigt werden, weil einige Physiologen keine eigenthüm-lichen Kräfte in lebenden Wesen annehmen wollten , währendandere einen gewissen Grad des Lebens und somit auch der Le-bensthätigkeit allen Körpern beizulegen geneigt waren. Im All-gemeinen wird jedoch das wirkliche Vorhandenseyn des Lebensund besonderer, dieses bedingender Kräfte nicht in Abrede ge-stellt , weswegen der Physiker nicht wohl umhin kann , dieseletzteren zu berücksichtigen und demjenigen nachzuforschen, wo-durch sie sich von den Kräften der leblosen Natur unterscheiden.