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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Leere.

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jeder gesunden Naturphilosophie zu verbannen sind, indem letz-tere ohnehin alles dasjenige, was zum Glauben gehörig aufserden Grenzen der Erfahrung liegt, ein fiir allemal zuriickweisenmufs 1 . Die Grenzen der sichtbaren Welt liegen weiter hinaus,als wohin die Möglichkeit menschlicher Ausmessung reicht, siesind also relativ unendlich fern , unerreichbar und unbestimm-bar, wodurch zugleich jede Untersuchung dessen, was über siehinausliegen soll, abgeschnitten wird.

Das vacuum mundanum ist dann wieder ein zweifaches,nämlich das disseminatum , die zerstreute Leere, die zwischenden materiellen Theilchen eines Körpers befindliche , und dascoacervatum , die aufgehäufte Leere, die zwischen den zerstreu-ten Weltkörpern vorhandene und diese von einander trennende.Sondert man hiervon die zur besseren Bestimmung der Sachekeineswegs erforderlichen, scholastisch klingenden Bezeichnun-gen , so kommt man auf eine der Naturforschung allerdings an-heim fallende Frage, nämlich ob der zwischen den sichtbarenund den nicht sichtbaren, aber muthmafslich vorhandenen Welt-körpern befindliche Raum ein leerer oder erfüllter sey und wassich in demselben befinden möse. Indem wir bei der Beant-wortung dieser Frage zunächst von derjenigen Erfahrung aus-gehn müssen , welche uns durch die Erforschung unserer Erdegegeben ist, so wissen wir hieraus, dafs die Dunsthülle derletzteren im Verhältnisse zur Entfernung selbst der nächstenWeltkörper eine nur geringe Flöhe haben kann, ähnliche mög-liche Atmosphären anderer Weltkörper sind uns jedoch zu weniggenau bekannt, als dafs wir irgend etwas darüber bestimmenkönnten; von den lnponderabilien ist das Licht einmal gewifsüberall verbreitet, mithin giebt es in Beziehung auf dieses keinenabsolut leeren Raum ; über die sonstigen unwägbaren Potenzenläfst sich nicht wohl im Allgemeinen etwas bestimmen und dieBeantwortung der Frage kommt also auf die einer andern zurück,nämlich ob es einen Aether giebt und von welcher Beschaffen-heit dieser seyn mag 2 .

Zwischenräume zwischen den constituirenden Bestsndthei-len der Körper auf unserer Erde anzunehmen ist man allerdingsgenöthigt, wenn man sich zur atomistischen Theorie bekennt,

1 Vergl. Bd. IV. S. 1240.

2 S. Art. Atthtr.