Leere.
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und ehe daher die Frage zur Beantwortung kommt, ob dieseleer sind oder ob es solche überhaupt nicht geben könne, mufszuerst über die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit dieser Theorieentschieden werden, mithin fällt diese Untersuchung mit einerandern über die Materie überhaupt und die Art ihrer Pixistenzim Raume zusammen 1 . Es genügt daher, hier im Allgemeinenzu bemerken, dafs die Annahme leerer Zwischenräume zwischenden Bestandtheilen eines Körpers aus oben bereits angegebenenGründen keiuen inneren Widerspruch einschliefst, wie schondaraus hervorgeht, dafs man sich die durch Anschauung gege-benen Poren der Körper mit willkürlicher, also auch nüt garkeiner Materie angelüllt denken kann.
Mit dieser einfachen Auffassung einer Aufgabe, nämlich obdie Zwischenräume zwischen den Himmelskörpern leer oder er-füllt sind, desgleichen ob es leere Zwischenräume zwischen denBestandtheilen der Körper giebt oder nicht, welche doch amEnde nur durch die Erfahrung und unmittelbar aus dieser ab-geleitete Schlüsse beantwortet werden kann, war man früherhinkeineswegs zufrieden , sondern man wollte apriorische Schlüsseaus metaphysischen Principien zu einem Systeme vereinigen unddieses zur Erklärung der Naturerscheinungen benutzen. DieEpikuräer und älteren atomistischen Philosophen nahmen blofshypothetisch einen absolut leeren Raum an, in welchem sich dieAtome bewegten, zuerst geradlinicht, dann durch Störung ver-anlafst in verschiedenen Richtungen, wodurch sie zusammen-stiefsen und die gegenwärtig vorhandenen Körper bildeten. Lu-chetuis 2 bringt verschiedene Beweise für die Existenz derleeren Räume vor , aber sie beziehen sich auf das vaeuum dis-seminatum, also nicht auf das absolulum. Blofs hypothetischwar die von den Peripatetikern angenommene absolute Natur—kraft (qualitas occulta) eines Abscheues am leeren Raume (hur-rorvacui, fuga vacui), woraus diese und die Scholastiker derspäteren Zeit eine Menge Naturerscheinungen zu erklären such-ten. Ganz eigentlich naturphilosophisch wurde der Gegenstanddurch Cahtesius 3 behandelt. Dieser Philosoph erkannte dieAusdehnung als nothwendige Bedingung der Existenz oder un-
1 S. Art. Materie.
2 De rer. nat. L. I. v. 335, 370, 385 u. s. \v.
3 Frinc. Phil. Arast. 1685. 4. P. II. §. 10. p. 27.
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