134 Leiter, Nichtleiter, Halbleiter.
halten gegen die Elektricität in die beiden Hauptabteilungender Leiter und Nichtleiter und der eigentümlich elektrischen( idioelehlrischen ) und unelektrischen ( anelelclrischan ) Körperaufgestellt. Der Zweck dieses Artikels ist, dieses verschiedeneVerhalten und die Modißcationen desselben, abhängig von derbesondern Natur der Körper, näher zu beleuchten, da es voneinem so wesentlichen Einflüsse auf die elektrischen Vorgänge in
o o
allen ihren mannigfaltigen Formen ist.
I. Das Geschichtliche.
Der erste groEe Schritt zu der wichtigen Entdeckung derVerschiedenheit der Körper in Ansehung ihres Leitungsvermö-gens für Elektricität geschah durch den Engländer Gray, inGesellschaft des Herrn Wiieei.ek, den 3. Julius 1729*. Sieversuchten die durch Reiben von Glasröhren erregte Elektricitätlängs eines Bindfadens, der durch eine Schleife an denselbenbefestigt war, auf eine weite Strecke in horizontaler Richtungzu einer ell'enbeinenen Kugel, welche am Ende dieses Bindfadensliing, fortzupflanzen, und liefsen zu diesem Behufe den Bind-faden am Ende einer langen Gallerje über eine feine seideneSchnur, die sich in der Mitte eines cpier durch die Gallerie ge-zogenen dickeren Bindfadens befand, herabhängen. Sie hattendiesen feinen Seidenfaden genommen , weil sie voraussetzten,dafs derselbe wegen seiner Feinheit die Elektricität nicht zer-streuen würde, da bei dem Gebrauche eines dickeren Bindfadenssich keine Elektricität nach der Elfenbeinkugel fortgepflanzthatte. Ihre Erwartung ward auch erfüllt, da die am Ende desdurch die ganze Länge der Gallerie fortgeführten Bindfadenshängende Kugel leichte Körperchen, wie Metallblättchen u.dgl.anzog, wenn die Glasröhre am andern Ende der Schnur, wel-ches t>.» Fufs entfernt war, gerieben wurde. Bei Abänderungdieses Versuchs, indem sie unter andern die Schnur noch ein-mal zurückgehen liefsen, um ihre Länge zu verdoppeln, rifs derseidene Faden und nun substituirten sie der gröfsern Festigkeithalber einen feinen Messingdraht, wo sich dann aber keine Spur