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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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144 Leiter, Nichtleiter, Halbleiter.

stätigt und noch erweitert. 1) Was zuerst den Einfluß der ver-schiedenen Länge betrifft, so fand derselbe, dafs bei sonst un-verändert bleibenden Verhältnissen und zwar zunächst der me-tallischen Leiter die Leitung im umgekehrten einfachen Ver-hältnisse der Länge derselben stehe. Um dieses Resultat mitSicherheit auszumitteln , bediente sich Davy Volta’scher Batte-rieen unter der Form von Trogapparaten, deren vollständige Ent-ladung dip-ch Verbindung ihrer beiden Pole durch Drähte er aufdie Weise ausmittelte, dafs er von derselben Batterie zu gleicherZeit feine Silberdrähte in eine Gasentbindungsröhre hineinleitete,wo dann das völlige Ausbleiben aller Gasblasen die vollständigeEntladung anzeigte. Hierbei zeigte sich nun, dafs, um die Elek-tricität von solchen Volta’schen ßatterieen von verschiedenerStärke vollständig durch sich durchzuleiten, die Länge desselbenLeiters dieser Stärke umgekehrt proportional seyn mufste. Wennz.B. 6 Zolle Platindraht von Zoll Dicke die Elektricität von10 Plattenpaaren vollständig entluden , so entluden 3 Zolle dieElektricität von 20, 1,5 Zolle von 40 und 1 Zoll von 60 solcherPlattenpaare. Um den Einflufs der verschiedenen Erhitzungdieser Drähte auf ihr Leitungsvermögen zu beseitigen, wurdendieselben unter eine nichtleitende Flüssigkeit gebracht, unterwelcher ihre Temperatur merklich dieselbe blieb.

2) Ein zweiter Umstand, der auf die Güte der Leitung beidenselben Körpern Einflufs hat, ist die Dicke oder Masse. ImAllgemeinen steht Davy’s Versuchen zufolge die Leitung beigleicher Länge im geraden Verhältnisse mit der Dicke oder viel-mehr der Masse. Wenn ein Platindraht von einer gegebenenLän<»e eine Volta’sche Batterie von einer bestimmten Anzahl von

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Platten vollständig zu entladen im Stande war, so reichte bei6mal gröfserer Masse dieselbe Länge hin, sechs solcher Batterieenzu entladen, wobei der Erfolg derselbe blieb, ob er einen ein-zelnen Draht von 6facher Masse oder sechs kleinere Drähte, dieeinander berührten, nahm, wofern nur die Drähte kalt erhal-ten wurden, weil sonst die Erhitzung das Leitungsvermögenschwächte. Dieses Resultat ist darum höchst merkwürdig, weiles beweist, dafs die Leitung wenigstens für die mit so schwa-cher Spannung begabte Elektricität der Volta’schen Apparatekeine Function der Oberfläche der Leiter ist, vielmehr auch dermetallische ( Leiter mit seiner ganzen Masse und in seinem In-nern mit in den Procefs gezogen wird. Dieses merkwürdige

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