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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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206 Leiter, Nichtleiter, Halbleiter.

selben zusammenstimmten. Er verband die Polardrähte von Säu-len, bei denen die Anzahl der Platten ungleich war, durch ver-schiedene Halbleiter in schicklicher Form von gleicher Ausdeli-nung, zu deren Unterlagen er Siegellackstangen, die sich aufGlasplatten befanden, nahm, wo dann stets einer von den an-geführten Hauptfällen eintreten mufste, nach dem Verhältnisseder Unterschiede im Leitungsvermögen jener Körper (gegen dieMetalle, aus denen die Polarstücke bestehen, als vollkommeneLeiter bestimmt) und in der Tension der Pole. Wir führen ausder Reihe der Versuche nur zwei an. Schwefelsäure am posi-tiven, mit Wasser getränktes Lackmuspapier (um das Fortschrei-ten der Säure zu beobachten) am negativen Pole. Der Kreiswar nicht geschlossen, der positive Effect war über die ganzeheterogene Verbindung bis nahe an den negativen Pol verbreitet,denn berührte man ableitend sowohl die Schwefelsäure, als auchdas feuchte Papier bis nahe an dem negativen Pole, so divergirtedas Elektrometer am negativen Pole (durch einen Druckfehlersteht am positiven Pole). Wie sich die Schwefelsäure durch dasfeuchte Papier zog, vergrößerte sich der negative Effect und estrat endlich Bipolarität ein. Das Umgekehrte erfolgte, wenndie Schwefelsäure an den negativen und das feuchte Papier anden positiven Pol gebracht wurden. Zwei Holzstreifen vongleichen Dimensionen, welche sich sowohl einzeln, als auch inihrer Verbindung bipolar verhielten, wurden in der Feuchtigkeitnur so weit unterschieden, dafs der eine (a) einmal, der andere(b) zweimal durch die halbfeuchten Fingerspitzen gezogen wur-den. Der Leiter a lag am positiven, der Leiter b am negativenTole einer schwachen Säule. Der Effect des negativen Pols er-streckte sich beiläufig bis auf 0,75 der Länge der heterogenenVerbindung, der Effect des positiven bis etwa 0,25 jener Länge.Wie nach einiger Zeit durch die Verdunstung das Leitungsver-mögen noch weniger different wurde, so zog sich der positiveEffect zunehmend näher gegen die Mitte, an das Ende seinesLeiters. Sobald man den Leiter b wieder etwas befeuchtete, sotrat der positive Effect wieder etwas zurück, bis endlich beistärkerer Befeuchtung die ganze Verbindung im negativen Effectewar. Bei einer stärkeren Elektricität verschwand jene geringeDifferenz im Leitungsvermögen und die Verbindung zeigte sichbipolar, ln diesen und ähnlichen Versuchen war die Verschieden-heit des Leitunssvermösens des Zwischenleiters an beiden Polen o o