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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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‘J1‘2 Leiter, Nichtleiter, Halbleiter.

durch folgende Tliatsaclien, auf die oben noch nicht Rücksichtgenommen war, über den Haufen geworfen:

1) Es ist zum Itehuf jener Reciprocität gar nicht nöthig,dafs die Stellung so sey, wie sie oben beschrieben worden ist,nämlich in der verticalen Richtung über einander, sondern die-selben Wirkungen finden in allen Richtungen statt; man kanndas Elel ctrometer, auf welchem die Glühlampe sich befindet, biszum Anschlägen laden, durch einen negativ erregten Körper,den man in gehöriger Entfernung von (j bis 8 Zollen in jederbeliebigen Richtung annähert, horizontal daneben eben so gutwie vertical darüber. Der glühende Platindraht wirkt die nega-tive Klektricilät anziehend, gleichsam wie aus dem Mittelpuncteeiner Sphäre. Dieses soll sogar gelingen , wenn man den glü-henden I’latindraht in umgekehrter Stellung anvvendet und derSchirm vertical unter der Lampe steht, so dafs offenbar die Er-klärung durch aerostatische Strömungen ausgeschlossen wird, wo-bei wir jedoch bemerken müssen, dafs wir nicht recht begrei-fen, wie auf diese Weise mit Weingeist und Docht eine aphlo-gistische Lampe vorgerichtet werden kann. 2) Dann wiIIEiima.ygefunden haben, dafs Dämpfe und erwärmte Luft die positiveElektricität nicht in der Richtung, in welcher sich ihre Theil-chen bewegen , fortleiten. 3) Es wurden Eisenmassen , sowohlvon ebener als auch von kugelrunder Gestalt, bis zum lebhafte-sten Glühen erhitzt und durch obige Mittel auf die Art ihrerLeitung geprüft. Hier zeigte sich zwar in zwei Versuchen aucheine solche Reciprocität, aber nur So lange das lebhafte Glühendes Metalls fortdauerte, ungeachtet auch später noch jene Luft-ströme, welche auf eine mechanische Art die Elektricität Fort-leiten sollten, als fortbestehend angenommen werden müssen,und diese Reciprocität war gerade in entgegengesetztem Sinne,wodurch also die Erklärung nach der Franklin’schen Theoriegänzlich über den Haufen geworfen wird, 4) Endlich ist diesereciproke Wirkung durchaus bedingt durch einen bestimmtenGrad des Glühens des Platins und zwar in seinen äußerstenGewinden. Glüht eine gröfsere Zahl Von solchen Windungen,und Ehs1a\ brachte durch eine sehr einfache Einrichtung schonMassen von 397 Gran Platin zu cOntinuirlichem Glühen, Wo-durch die Verdampfung des Weingeistes viel stärker wird undfolglich das reichlichere Strömen Von Dämpfen und VerdünnterLuft das Phänomen noch auffallender darstellen sollte, so hört