brachten Lichterscheinungen hat, hier nicht geredet werdenkann, so bleiben nur diejenigen Erscheinungen übrig, die manan verschiedenen Körpern, wenn der elektrische Funken überihre Oberiläche hingegangen ist, bemerkt; diese Erscheinungenwerde ich erst nach Erzählung der Erscheinungen der Phospho-jescenz durch Bestrahlung anführen,
5. Phosphorescenz beim Erwärmen.
Der Begritr, den man mit Phosphorescenz verbindet, daf»es ein nur schwaches Leuchten mit nicht sehr merklicher Ver-änderung in der Beschaffenheit des Körpers sey und dafs es ohnesehr grol'se Erwärmung entstehe, dafs es sich also vom Glühpndurch viel geringeres Licht, vom Verbrennen überdas durch denMangel chemischer Veränderungen unterscheide , ist ein ziem-lich unbestimmt begrenzter, indem in den meisten hier angege-benen lliicksichten das Leuchten des Phosphors in atmosphäri-scher Luft ein Pliosphoresciren heifsen kann, da es doch, wennauch die Veränderungen langsam Vorgehen, als ein Verbrennenancpsehen werden mufs. Und ebenso sind in andern Fällen dieGrenzen, wo die eine Art des Leuchtens aufhürt und die andereanlängt, nicht immer gut zu bestimmen.
Ueber die verschiedenen Arten der rhosphorescenz hatHeinkich so zahlreiche, in die vielen Hunderte gehende Ver-suche angestellt, dafs ich mich auf ihn vorzüglich beziehen mufsjzumal da er auch die wichtigsten älteren Untersuchungen be-nutzt und mit seinen eignen Erfahrungen verglichen hat 1 . Eheich aber diese Erfahrungen nach der Reihe anführe, scheint esmir nothwendig, von den künstlichen Pliosphoren oder Leucht-steinen und der Art ihre)* Verfertigung hier zu reden , weil sieso oft erwähnt werden und Lei den verschiedenen Arten derPhosphorescenz wieder Vorkommen.
Der gewöhnliche Phosphor oder Kuskel’s Phosphor mufshier um so mehr erwähnt werden 2 , da sein Leuchten zu man-
1 Die Phosphorescenz der Körper, oder die im Dunkeln bemerk-baren t.lchlphänomeue der anorganischen Natur. In fünf Abtheilungenvon Pi acidcs IlKisr.icH. Nürnberg 1811. 1812. 1815. 1820. 1820.
2 Ueber seine Bereitung aus Knochen s. Tuemasu traite de Chi-mie. i. 787.