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Durch F h o s p li o r e s c e n z.
den , ohne merkliche chemische Veränderungen zu erleiden, dieAufmerksamkeit der Naturforscher auf sich gezogen haben. Dadiejenigen natürlichen Körper, welche sicli als leuchtend aus-zeichnen, nachher angegeben werden , so stelle ich hier vorannur die künstlich bereiteten Leuchtsteine, unter denen der ßo-nonische oder Bologneser Leuchtstein am längsten bekannt ist.Dieser wurde von Vinc. Cascahiolo schon vor dem Jahre1630 erfunden. Es ist ein Sclnverspath, den man auf folgendeWeise zum Leuchtstein bereitet. Nachdem man diesen Stein zueinem gröblichen Pulver zerstofsen und mit Eiweifs oder Tra-ganthschleim zu dünnen Pasten geformt hat, so wird er in freiemFeuer zwischen glühenden Kohlen gebrannt, wobei eine zwei-stündige Erhitzung in mäfsigem Kohlenfeuer ohne Gebläse zu-reicht, um einen guten Leuchtstein zu erhalten 1 . Dadurch wirder zerreiblich und fast zerfallend, erhält einen Geruch nachSchwefelleber und brauset mit Säuren auf; sein Vermögen zuleuchten aber, welches er schon als Sclnverspath besafs, ist inRücksicht der Intensität des Lichtes und in Rücksicht der Dauersehr gesteigert.
Ein zweiter, sehr bekannt gewordener Leuchtstein istCAN-tos’s Phosphor. Die von Heinhich als sehr erwünschte Re-sultate gebend bestätigte Methode der Bereitung ist, nach Can-to» und 11 ig G 1 ns , folgende. Es werden Austerschalen eineStunde lang in Kohlenfeuer gebrannt, die reinsten Theile aus-gesucht und mit ein Drittel so viel Schwefelleber «emischt, oderauch lagenweise, indem man jede Lage mit Schwefelblumenbestreut, in einem Tiegel geschichtet; Heinhich bedeckte nochden Boden des Tiegels und auch die Oberfläche der Mischungmit Kohlenpulver ; diese Masse wird iin Feuer eine Stunde langrothglühend erhalten. Die nach der Abkühlung zerstückelte
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Masse giebt die Leuchtsteine , die man am besten in dicht ver-schlossenen Glasröhren aufbewahrt.
Auch Da lduin’s Phosphor (phoSphorus hermeticus) , 167.4bekannt gemacht, ist als Leuchtstein berühmt geworden, ob-gleich er weniger den Zweck erfüllt. Um ihn zu erhalten, wurde(so erzählt Heinhich seine Versuche) gestol'sene Steinkreide mitgutem Scheidewasser bis zur Sättigung gemischt, das Uebrigeabgeseigert, die Michung auf einem warmen Ofen getrocknet,
1 IIeiskich S. 53.