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Lieh t.
zerstofsen und mitEiweifs zu Pasten geformt; diese Pasten wur-den eine Stunde lang zwischen lebhaft glühenden Kohlen ge-brannt, dann abgekühlt und dem Tageslichte ausgesetzt.
Als eine neue Art Leuchtstein beschreibt Heinrich folgen-den. Ein Täfelchen schöner weifser Alabaster wurde gebrannt,dann gepocht und im Verhältnisse von 3 : 4 mit Sauerkleesalzgämischt; das Gemisch wurde im Schmelztiegel zwischen Koh-len zwei Stunden lang einem mäfsigen Feuer ausgesetzt; diegebrannte Masse, welche schön weii’s erschien, wurde dann ausdem Tiegel genommen und absekühll. Der so erhaltene Leucht-stein war der schönste, den Heinrich aus eignen Versuchenerhalten hatte, ur.d konnte, wenn er der Sonne ausgesetzt ge-wesen war, eine Stunde lang leuchten 1 .
Auch aus Flufsspathsäure, mit Kieselerde verbunden undmit gebrannten Austerschalen gemischt, läfst sich ein Leucht-stein erhalten , dessen Verfertigung Heinrich beschreibt.
Zu diesen länger bekannten Leuchtsteinen hat Osann meh-rere neue hinzugefügt 2 . Die Aehnlichkeit, welche der Arsenikmit dem Schwefel hat (bemerkt Osann), habe ihn zu Anwen-dung desselben statt des Schwefels bei einem dem Schwerspath-phosphor nachgebildeten Leuchtsteine veranlafst. ArseniksaurerBaryt mit Traganth zu Pasten gebildet und im Kohlenfeuer ge-glüht giebt einen Leuchtstein, der, einer glühenden Kohlegleich, den Bononischen Leuchtstein übertrill't. Ferner, wennman calcinirte Austerschalen mit Ilealgar (rothem Schwefelarse-nik) so behandelt, wie man den Canton’schen Phosphor bereitet,erhält man einen Leuchtstein, der schönes blaues Licht und da-neben gelbes Licht zeigt. Statt des Realgars, Schwefelantimonmit den Austerschalen verbunden giebt einen weifs und grünglanzenden ausgezeichnet schönen Leuchtstein. Die Aufbewah-rung geschieht am besten in versiegelten oder mit Blasen zuge-bundenen Gefäfsen; aber diese Leuchtsteine bleiben einige Wo-chen Jans auch frei aufbewahrt unverändert. Sie werden vor-ziDlich bei der Bestrahlung durch die Sonne leuchtend.
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1 Was diese Angaben über die Dauer des Leuchtens betrifft, sowird sich in der Folge zeigen, dafs nach Verschiedenbeit der Um-stande diese Dauer sehr verschieden ist und dafs eiue wenig verstärkteWarme das Licht oft wieder hervorruft u. s. w\
2 Kastuer’s Archiv. IV. 347. V. 88., wo genaue Anleitung zur Be-reitung derselben gegeben wird.