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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Durch Insolation.

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gilt von der Thonerde und Talkerde. Diamanten haben zwarim Allgemeinen die Eigenschaft, durch Bestrahlung phosphorischzu werden, in vorzüglichem Grade, aber es giebt dennochsehr viele, die nicht dazu geschickt sind. Einige brauchen nurwenige Secunden in die Sonne gehalten zu werden, um eineStunde leuchtend zu bleiben, und so ungleich auch die einzel-nen Exemplare sind, so scheinen doch die gröfseren Diamantenhierin am meisten sich auszuzeichnen. Sie leuchten unter Was-ser so gut, als in der Luft, und ihr Licht ist glänzend und feu-rig. In den durch eine Linse concentrirten blauen Strahlen desprismatischen Farbenspectrums ward einer der besten Diamanten15 Minuten lang leuchtend; aber ebenso den rothen Strahlenausgesetzt blieb er dunkel *. Elektrisches Licht und Lampen-licht geben ihm die Eigenschaft zu leuchten, Mondlicht nicht.Den Grund, warum einige Diamanten nicht leuchten, suchtHeinrich darin, dafs sie blofs KohlenstolF und keine Kohlen-säureenthalten; aber der Beweis dafür ist wohl nirgends gegeben.

Die mineralischen Salze zeigten sich der Kalkerde ähnlich,sie leuchteten nämlich nach der Bestrahlung einige Secundenlang und bis 1- Minute. Unter den brennbaren Mineralien findetman fast keine durch Bestrahlung leuchtend; Schwefel, Erd-pech, Stei/ikohlen , Torf, Graphit u. a. leuchteten nicht. Ge-diegener Schwefel aus dem Vesuv leuchtete da, wo er weifseFlecken hatte.

Kein regulinisches Metall leuchtet durch Bestrahlung, da-gegen leuchten die Metallsalze ziemlich gut, die künstlichendurchs Feuer bereiteren Metalloxyde nur sehr schwach, die na-türlichen etwas besser. Die Theile der Pflanzen werden durchBestrahlung nur sehr wenig leuchtend. Spuren des Leuchtensgeben Holz, llinde u. s. w,; besser leuchtete ein altes Zucker-rohr und eine Dattel. Die aus nianzenstoffen bereiteten Kör-per phosphoresciren 'zum Theil gut, vorzüglich die gebleichten,am besten das weil’se Papier, das jedoch, wenn die Sonne es zulange bescheint, diese Eigenschaft verliert.

Unter den thierischen Substanzen sind die am tauglichsten,welche kahlensaure Kalkerde enthalten, Eierschalen, Auster-

1 Hiermit stimmen Seebee und v. Geotthuss überein, v. GüthbFarbenlehre II. 705. und v. Gnonuess in Schweigger’s Journ. XIV. 135.