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Lieh t.
meistens feuerroth, statt daN sie bei schwachem Reiben oft nurweifslich ist. Wie grofs hier die Erhitzung werden kann, zei-gen vorzüglich Versuche an grofsen Schleifmiihlen , wo ein 4Linien dicker Nagel in ^ Minuten weifsgliihend wurde, Glaszum Glühen und Schmelzen an der Berührungsstelle kam u. s. w.
Dessa igves bemerkt 1 , dafs die Diamanten, welche demLichte ausgesetzt nicht leuchtend werden , auch durch Reibennicht leuchtend wurden oder allenfalls nur einen kurzen Licht-blitz gaben. Am auffallendsten ist, dafs zwei Diamanten, diedurch Bestrahlung beide nicht leuchtend wurden, nicht blofsan einander geschlagen leuchteten, sondern nach dieser Zeit auchdurch alle andere Reizungen und selbst durch Bestrahlung leuch-tend wurden, dafs ein anderer gut polirter Diamant mit einerFeile geschlagen erst am dritten Tage schwache Lichterschei-nungen und späterhin immer stärkere Lichterscheinungen gab,und daTs dieser von nun an auch bei Schlägen mit Holz undandern harten, nicht polirten Körpern Licht gab, ja auch beiBestrahlung leuchtend wurde, was vorher nicht der Fall gewesenwar. Die Abnutzung der Kanten, die nach diesem vielen Schla-gen sehr merklich war, schien also die Veränderung hervorzu-bringen, die auch bei andern Körpern sich ungefähr ebensonachweisen läfst.
Dessaigxes beschreibt auch die Verschiedenheit des ent-stehenden Lichtes etwas genauer. Wenn das Licht als Folgeeines einfachen Stofses hervorgeht, so ist es ein einzelner Blitz,der ans dem geschlagenen Puncte hervorbricht; beim starkenReiben ist es ein leuchtender Streifen, der sich weiter verbreitet,als die entstandene Furche ist. Immer wird nur die getroffeneOberlläche leuchtend und der Anschein, als ob einige durch-sichtige Körper ganz leuchtend würden, ist nur Folge des leb-haften Glanzes. Das Licht scheint nicht, wie beim Glühen, andem leuchtenden Körper zu haften, sondern sich von dem leuch-tenden Körper aus zu verbreiten. Die Farbe dieses Leuchtensist ungleich, blau bei dem Hyalith, gelb bei dem Milchquarä,blutroth oder purpurroth bei dem Dolomit und Grammatit, etwasgrünlich bei dem kohlensauren Strontian; alle diese Farben sinddurch das Prisma zerlegbar. Bei einigen Körpern geht bei stär-kerem Reiben das Licht aus dem bläulichen in das gelbliche über;
1 Ächvreigg. Journ. VIIT. 74 .