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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Durch Druck, Bruch und Reibung. 277

Quarze, Chalcedone und Kieselstein^ geben gelbes Licht, ent-halten sie aber Eisen , so ist das Licht nach Verhältnifs derOxydation des Eisens roth. (So sagt Dessaigxes, ohne völligscharfe Beweise beizubringen.) Von diesem blofs momentanenLichte unterscheidet Dessaignks ein bei einigen Körpern sicht-bar werdendes Licht von längerer Dauer, das zum Beispiel beizwei an einander geschlagenen Stücken Adular einige Minutenlang dauerte und da entstand, wo ein llifs zwischen den La-mellen des Krystalls hervorgebracht wurde. Eine solche Ver-schiedenheit des beim Aneinanderschlagen mancher Körper ent-stehenden Lichtes, das auch von der Beschaffenheit der Körperabhängt, läfst sich in manchen einzelnen Fällen sehr gut nach-woisen. Beim Feuerschlagen, wo Feuerstein und Stahl Zusam-mentreffen, erhäl^nun in atmosphärischer Luft zweierlei Licht,das Leuchten der Steinsplittern und das Glühen oder Verbrennender Stahlstückchen; im luftleeren llaume bleibt das letztere aus,obgleich der am Stahlrädchen geriebene Feuerstein noch Lichtverbreitet. Nach Da vy’s Versuchen erhält man in freier Luft,wenn man am Flintenschlosse Schwefelkies anbringt, aus diesemein rothes, aus dem Stahle ein weifses Licht; aber beides er-scheint nicht in verdünnter Luft. Die Funken des Stahls beimF’euerschlagen erscheinen nicht in kohlensaurem Gas, wo gleich-wohl das Licht des Flintensteins, des Zuckers u. s. w. sichtbarbleibt.

Dessaignes hat auch auf den beim Reiben, beim Anein-anderschlagen zweier Steine und anderer harter Körper entste-henden Geruch seine Aufmerksamkeit gerichtet, ohne jedochden eigentlichen Ursprung desselben genau ausmitteln zu können.Er glaubt, diese Gerüche ständen mit der Phosphorescenz inkeiner Beziehung. Diese findet, wie er glaubt, allein dannbeim Schlagen, Stofsen oder Reiben statt, wenn Theilchen derharten Körper abspringen , daher sie auch nur bei einer nicht"anz jdatten Oberlläche entstehet!. Eben dieser Beobachter hatauch denEinflufs äufserer Wärme auf die Phosphorescenz unter-sucht und gefunden, dal's Glasröhren, bis 25tj° Centes. erhitztund so an einander gerieben, sehr viel schöner leuchteten unddal's die Phosphorescenz zunimmt, bis die mitgetheilte Hitzenahe daran ist, das Rothgliihen hervorzubringen; aber Lei einerErwärmung über diesen Punct hinaus ist kein phosphorischesLicht beim Reiben mehr zu bemerken. Läfst man Stücke eines