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C li e m i s c h o W i r k u n g e 11.
rotlies Oxyd und SauerstofFgas; Quecksilberoxyd unterWasserhinter farblosem oder blauem, nicht hinter rothem Glase nachSeeueck in SauerstofFgas und Quecksilberoxydul; in Wassergelöstes salzsaures Quecksilberoxyd nach Boullay in Sauer-stoffgas, Salzsäure und Calomel; Goldoxyd in Sauerstoffgas undGold. So ist auch das Licht zum Leben , wenigstens der hö-heren Pflanzen durchaus erforderlich, sofern blofs in ihm, ohnedafs höhere Temperatur dasselbe zu ersetzen vermöchte, dieZerlegung der Kohlensäure in sich entwickelndes SauerstofFgasund in zurückbleibenden Kohlenstoff erfolgt; auch hier zeigtsich nach Sejtebiek und Tessier das violette Licht unter dengefärbten Strahlen am wirksamsten, während die Pflanzen untergelbem Glase blasser werden.
Zu den Veränderungen wägbarer Stoffe durch Licht, wel-che tnan bis jetzt weder von der Bildung einer neuen Verbin-dung wägbarer Stoffe, noch von der Aufhebung einer schonvorhandenen ableiten kann, gehört vorzüglich die Verwandlungdes Phosphors in eine rothe, minder leicht schmelzbare undminder entzündliche Materie. Man leitete diese Veränderunggewöhnlich vou einer schwachen Oxydation desselben her; al-lein die Versuche von BÖckmanx und A. Vogel haben gezeigt,dafs der Phosphor sich fast in allen durchsichtigen Medien, auchin solchen, die keine Spur von Sauerstoff enthalten, am Lichteröthet, wie im luftleeren Raume, in Stickgas, Wasserstoffgasu. s. w. Diese Wirkung des Lichtes zeigt sich hinter farblosemund blauem , aber nicht oder sehr langsam hinter rothem Glase.
Diese chemischen Wirkungen kommen, wie aus dem An-geführten ersichtlich ist, den verschieden gefärbten Lichtstrah-len nicht in gleichem Maafse zu. Das farblose und das violetteLicht zeigt dieselben am stärksten ; auf diese folgt der blaueStrahl u. s. w., so dafs der rothe die Wirkung entweder amschwächsten zeigt, oder sogar eine der Wirkung des violettenStrahls entgegengesetzte besitzt. Diese Verschiedenheit zeigtsich sowohl bei dem gefärbten Lichte, das man erhält, wennman farbloses Licht durch verschieden gefärbtes Glas fallen läfst,als bei dem mittelst des Prisma’s erhaltenen. Im letztem Fallezeigt sich aufserdem noch die auffallende Erscheinung, dafsauch noch aufserhalb des violetten Strahls chemische Wirkun-gen , wie Schwärzung des Hornsilbers, eintretpn. Man kanndeshalb in dem durch das Prisma erzeugten Spectrum aufser dem
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