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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Licht.

sten. Vom Violett gegen Roth zu nimmt die schwärzende Wir-kung immer mehr ab. Das mit Hornsilber überzogene Papierwird nach Seebeck im violetten Strahl und über denselbenhinaus röthlich braun, im blauen blau oder blaugrau, im gelben sehrschwach gelb, im rothen röthlich und unter dem rothen schwachröthlich . uud zwar fällt bei Flintglasprismen , bei welchen sichdie gröfste erwärmende Kraft aufserhalb des rothen Strahleszeigt, auch die Röthung ganz aufserhalb desselben. Concen-trirt man das Spectrum von Grün bis Roth durch eine Linse, soerhält man einen blendenden Focus, der nach Behahd das Horn-silber selbst in 2 Stunden nicht schwärzt. In dem Roth, wel-ches man durch das Zusammenfallen von Violett und Rothzweier verschiedenen Prismen erhält, färbt sich das Hornsilbernach Seebeck. schön kermesinroth und am Tageslicht grau ge-wordenes Flornsilber wird im rothen Strahle nach längerer Zeitblasser und röthlich. Auf dieselbe Weise verhält sich das durchverschieden gefärbte Gläser fallende Licht. Unter violetten,blauen und blaugrünen Gläsern wird das Iiornsilber nach See-beck geschwärzt und zwar zeigt die Schwärzung unter violet-ten Gläsern eine mehr röthliche, unter blauen eine mehr bläu-liche Beimischung; unter gelbgrünen und gelben Gläsern bleibtes fast unverändert; unter gelbrothen wird es nach längererZeit schwach röthlich, und das durch farbloses Licht geschwärzteHornsilber färbt sich unter gelbrothem Glase bald heller undschmutziggelb oder röthlich. Nach Bkanbe wird das Flornsil-ber nicht durch das lebhafteste, beim Verbrennen des Oelgaseserzeugte Licht geschwärzt und nach Gay-Lussac nicht durchdas mittelst einer starken Linse concentrirte Mondlicht. — Mitdieser Schwärzung des Flornsilbers durch das Licht ist auchdie des Calomeis (Chlorquecksilbers) verwandt, welche jedochhöchst langsam erfolgt und bei welcher bis jetzt noch nicht dieEntwickelung von Chlorgas bemerkt worden ist.

Fälle von Freiwerden des Sauerstoffs aus seinen Verbin-dungen durch Einwirkung des Lichtes sind folgende. Concen-trirte Salpetersäure zerfällt darin, nach Scheele, zum Theil inSauerstoffgas und salpetrige Säure , und zwar erfolgt dieses nachSeejbeck hinter farblosem und blauem, nicht hinter gelbrothemGlase. Viele Metalloxyde, für sich oder an eine Säure gebun-den , entwickeln im Licht Sauerstoffgas und werden dadurchganz oder theilweise reducirt. So zerfällt braunes Bleioxyd in"^