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i tigsten Körpern zeigen, denen wir doch sehr ungleiche Bre-chunoskräfte beilegen.
Die Ersclieinungen, welche aus der Interferenz der Licht-strahlen hervorgehen, habe ich vorhin, bei der Aufzählung derverschiedenen Erscheinungen, so angedeutet, dafs sie in gewis-sen Fallen uns ein durch Zusammentreffen zweier Lichtstrah-len geschwächtes Licht zeigen. Gehen nämlich von einer Licht-quelle zwei Strahlen aus, die durch Zurückweisung, Brechungoder Beugung auf verschiedenen Wegen in sehr nahe überein-stimmenden Richtungen zu einem bestimmten Puncte gelangen, sohängt es von der Länge der Wege ab, ob diese beiden Strah-len sich verstärken oder auslöschen sollen. Um in Newton’sAusdrücken zu reden, müfsten wir sagen, dafs beide Strahleneinander am meisten verstärken, wenn die Differenz der Wegeeine gerade Zahl genau ganzer Perioden der Anwandlungen be-trägt, und dafs sie einander «enau auslöschen, wenn diese Dif-ferenz einer ungeraden Zahl genau ganzer Perioden der Anwand-lungen entspricht. Wollte man also dieses gegenseitige Zer-stören nach Newton’s Theorie erklären, so müfste man denLichttlieilchen die durch sonst nichts begründete Eigenschaftbeilegen, dafs zwei an demselben Puncte und fast genau nacheinerlei Richtung ankommende Lichttlieilchen ihre erleuchtendeWirkung völlig zerstören, wenn jene Differenz der Wege stattfindet.
Von dem , was die Anwendung der Newton’schen Theo-rie auf die Erscheinungen der Polarisation des Lichtes darbie-tet, will ich nur einige Hauptmomente nach Biot’s Darstel-lung 1 mittheilen, obgleich diese Darstellung in Fkesnel ei-nen sehr bedeutenden Gegner gefunden hat. Da bei derZuriickwerfung von einem unbelegten Glase unter dem Pola-risationswinkel von ungefähr 35° der Strahl unfähig gewordenist, von dem andern, unter gleichem Winkel gegen ihn ge-neigten Spiegel zurückgeworfen zu werden, wenn die Ilelle-xions-Ebenen auf einander senkrecht sind, so mufs man schlie-fsen, dafs die verschiedenen Seiten der Lichttlieilchen unglei-che Eigenschaften besitzen und dafs die erste Rellexion die-jenigen Fa 9 en der Lichttlieilchen, welche mit der zur Zu-rückwerfung nöthigen Fiigenschaft begabt sind , nach einer Seite
1 TraiU IV. 260. 275.