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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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332 Licht.

= 55,5 dick entspräche also in jener Newton’schen Tafel der14

Zahl = • 55,5 = 21,3, das ist dem Indigblau des dritten

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Ringes, gemischt mit etwas Roth des zweiten Ringes, und ge-nau diesem gemäfs erschien hier inBioT’s Versuchen ein schönesPurpur *.

Die Lichttheilchen nahmen also die von dem BlättchenGyps hervorgebrachten Depolarisationen genau den Anwandlun-gen entsprechend an und es lassen sich daher folgende Regelnfestsetzen. Wenn ein einfarbiger Lichtstrahl (denn beim Weifsentstehen Mischungen wegen der ungleichen Länge der Anwand-lungen) , welcher polarisirt ist, senkrecht auf jenes Gypsblätt-chen fällt, so dringen die Lichttheilchen bis auf eine sehr geringeTiefe ein, ohne ihre Polarisation zu verlieren; dann aber nera-tlien sie in Oscillationen, welche sie von ihrer erlangten Polari-sationsstellung bis ebenso weit jenseit der Axe des Krystallsführen , als ihre Stellung vorher diesseits lag, oder wobei dieAxen der Lichttheilchen bis zu dem Winkel = 2 . i von derersten Polarisations - Ebene abweichen , wenn die Axe des Kry-stalls den Winkel = i mit dieser Ebene macht. Diese Oscil-lationen werden in jeder Dicke = 2 e einmal vollendet, so dafsdas farbige Lichttheilchen der anfänglichen Polarisation entzogenwird, wenn es die Dicke = e oder = 3e oder = 5e durch-laufen hat, und sich wieder im Zustande äer anfänglichen Po-larisation befindet, wenn diese Dicke =2e oder = 4 e oderße ist und so ferner. Diese. Dicke =e hat bei einerlei Na-tur der Krystalle für jeden Farbestrahl einen andern Werth,und zwar genau so, dafs diese Werthe den Längen der An-wandlungen gemäfs sind , die Newton aus seinen Versuchenbestimmt hat. Diese Oscillationen hören auf, wenn das Licht-theilchen wieder in die Luft hervorgeht, und wir finden daherden durch das Blättchen gegangenen Lichtstrahl jedesmal derDicke des Blättchens gemäfs polarisirt, und wenn der Strahl ausgemischtem weifsen Lichte bestand, so enthält er nach demDurchgänge alle die Theilchen, die nach Mafsgabe der für jedenFarbestrahl anderen Werthe von e der Dicke des Blättchens ent-sprechen.

Ich breche diese Entwickelung hier ab, da ich im Art.

1 Biot Traite IV. SSO. 391.