Undulationstheorie.
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■\vurf, dafs ja die Erde durchsichtig seyn müsse, wenn der Ae-ther so frei, fast ganz ungehindert, durch die Zwischenräume derErdmasse hindurch strömen ktinne; aber er beruhigt sich hier-über durch die TJeberlegung, dafs die durchsichtigen Körper nurdarum durchsichtig sind, weil sie die Vibrationen regelmäfsigdurchlassen, und dafs diese wohl in eine Discordartce gerathen,eben dadurch aber Undurchsichtigkeit hervorbringen können,selbst da, wo ein Strom durchgelassen würde. Ich mufs ge-stehen, dafs mir diese Voraussetzung mit unsern sinnlichen Vor-stellungen nicht gut übereinzustimmen scheint, und dafs aufjeden Fall diejenigen Gegner der Emissionstheorie, die es alseinen so wesentlichen Einwurf ansehen , dafs die Newton’schenLichtpartikeln nach allen möglichen Richtungen durch ein dünnesGlas sollen dringen können , hier vollends in Verlegenheit gera-tlien müssen, wo der Aether durch die 1720 Meilen dicke Erdomit eben der Leichtigkeit, wie durch ein Spinnengewebe hin-durch strömt. Ilat man übrigens dem Aether einmal diese Ei-genschaft, die man nach Willkür modificiren kann, ertheilt, soist man über die von Ahago angestellte Beobachtung, dafs dieBrechung nicht durch die relative Geschwindigkeit des Lichtesgegen die Erde bestimmt wird , nicht weiter in Verlegenheit *.
Die regelmäfsige Zurückwerfung des Lichtes von Spiegelnläfst sich nach dieser Theorie sehr gut erklären , und auch derin der Einissionstheorie unstreitig immer schwierige Umstand,dafs ein Theil des Lichtes beim Eindringen in einen dichterenKörper zurückgeworfen wird, wahrend der übrige Theil ein-dringt, und dafs eben so beim Hervorgehen aus dem dichterenKörper eine ähnliche theilweise Ilellexion statt findet, gestattethier eine vollkommene, dem ganzen Systeme entsprechende Er-klärung.
Die Reflexion erfolgt nur da, wo ein UebeTgang der Licht-vibrationen in einen andern Körper, das heifst hier, in einenAether von anderer Elasticität statt findet, indem hier angenom-men wird, dafs in den stärker brechenden Körpern ein minderelastischer Aether ist, in welchem sich die Lichtvibrationenlangsamer fortpflanzen. Hier bilden sich in jedem Puncte U .der Oberfläche BU zwei Wellen, eine in ,den andern Körper 37 ,eindringend, eine zurückkehrend in das Medium, worin die
1 Ann. de Ch. et Fhys. IX. 57.
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