Und ulatioustheorie. 341
in irgend einem Puncte sieht das Bild des Gegenstandes Ain a *.
Die Richtigkeit dieser Behauptung wird durch folgende 'Darstellungsweise vielleicht noch etwas klarer. Da der von Dund von einem unendlich nahe an D liegenden Puncte ausjje-hende Impuls gleichzeitig in X ankommt, so ist der Eindruckauf das Auge der mittleren Richtung beider, das ist, dem Krüm-mungshalbmesser der die beiden Wellen hier berührenden Grenz-curve parallel; aber diese Grenzcurve, die alle Wellen in dem-selben Zeitmomente umschliefst, ist der um a gezogene durch Xgehende Kreis.
Wenn die Lichtwelle aus einem Medium in ein anderes über-geht, so findet sie hier einen mehr oder minder verdichtetenAether und wird sich also hier mit einer andern Geschwindig-keit fortpflanzen. Um die Gesetze dieser Fortpflanzung kennenzu lernen, wollen wir eine Welle, die von einem sehr entfern-ten Mittelpuncte ausgeht und die daher als geradlinig heran-kommend anznsehen ist, betrachten. Eine solche Welle sey ,
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AB, die nach den Richtungen CE, BD, senkrecht auf AB, 3^vorrückend die Ebene AD als Trennungs-Ebene der beidenMedien trifft. Indem der Punct A der Welle diese Oberflächeerreicht,.entstehen von A aus neue, nach allen Seiten fortge-pflanzte Undulationen , die aber, so wie die Elaslicität des Ae-thers jenseit AD es fordert, sich langsamer oder schneller, alsdie Welle AB, fortpflanzen ; ich will hier annehmen, langsamer,so dafs die von A ausgehende W*elle den Kreis FG erreicht hat,während die aufserbalb vorriickende Welle von B nach D ge- Jlangt. Im nächsten Augenblicke, nachdem die Undulation inA entstanden ist, bringt die vorriickfcnde Welle ab in a eineUndulation hervor, die in dem zweiten Medium eben so schnell,wie die von A ausgehende, fortschreitet; diese wird bis fg ge-langt seyn, während die aufserhalb vorrückende Welle bis Dkommt, und es ist af : A F = bD : BD. Hieraus ergiebt sichleicht, dafs eine durch D gehende gerade Linie alle die von A,a, E ausgegangenen Wellen , die so weit, als es die zur Fort-pflanzung von B bis D nöthige Zeit fordert, fortgegangen sind,berührt. Die in II erregte Oscillation ist also die vereinigteWirkung der einander unendlich nahe in A und nahe an A er-
1 Anu. de Chim. ct Fliys. XXI. 241,