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Licht.
regten und bis H vorgeschrittenen Wellen, und diese vereinigteWirkung schreitet nach einer auf HD senkrechten Richtung AIIfort, das keifst, da diese Richtung die Richtung des gebroche-nen Strahles ist, so wie die auf AB senkrechte Richtung SAdie Richtung des einfallenden Strahles war, so ist der Sinus des
A H
Brechungswinkels == Sin. (90° — DAH) =- und der Sinus
AD
des Einfallswinkels war = Sin. B A D = ——. Das Verhältnifs
AD
dieser Sinus, welches man das Brechungsverhältnifs nennt, ist da-her = A II : B D, das ist, wie die Geschwindigkeiten der Wel-lenfortpflanzung in beiden Mitteln. Es folgt daher auch hier diedurch die Erfahrung schon gegebene Regel, dafs die Sinus jenerbeiden Winkel bei jeder Richtung des einfallenden Strahles einconstantes Verhältnifs behalten , und da in stärker brechendenMitteln der Winkel des Strahles mit dem Einfallslothe kleinernach der Brechung als vor der Brechung ist, so ergiebt sich,dafs in dichteren oder stärker brechenden Mitteln das Licht sichlangsamer fortpflanzt, statt dafs Newton’s Theorie demselbeneine schnellere Bewegung in den dichteren Mitteln beilegt.
Aber eine wichtige Schwierigkeit stellt sich hier der Undu-lationstheorie entgegen. Die Brechung hängt nach dieser Theo-rie ganz allein von dem Verhältnifs der Geschwindigkeiten ab,mit welchen die Lichtwellen im ersten und im zweiten Mediumsich fortpflanzen; diese Geschwindigkeiten aber sind einzig durchdie Elasticität des Aethers in beiden Medien bestimmt undfolglich gleich grofs für die Lichtwellen, die durch ihre unglei-che Länge und ihre dadurch hervorgebrachte ungleich schnelleErneuerung gleicher Vibrationsphasen in uns die Empfindungverschiedener Farben Iiervorbringen; also miifsten alle Farben-strahlen gleiche Brechung erleiden und ein solches Phänomen,wie die Farbenzerstreuung bei der Brechung, könnte gar nichteintreten. Poissos, der mit grofsem Scharfsinne alle Theoremeder Undulationstheorie untersucht hat, erkennt dieses als einenhöchst wichtigen Einwurf gegen diese Theorie an. Er bemerkt,dafs nach der Brechung noch immer eben so viele Vibrationenin bestimmter Zeit erfolgen, als vor der Brechung, indem dieLänge der Wellen oder der Abstand gleicher Vibrationsphasenin eben dem Mafse verkürzt ist, als die Fortpflanzung langsa-mer wird, dafs also die Farbe des Lichtes nach der Brechung