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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Licht.

Da hier das Verhältnis 1 :n das Verhältnis der Geschwin-digkeiten des Lichtes in den beiden Medien, das ist, das Ver-hältnifs der Sinus des Einfalls- und Brechungswinkels ausdrückt,so würde, wenn der Lichtstrahl aus Luft in Wasser übergeht,ungefähr n = \ seyn, also die Intensität des vom Wasser re-flectirten Strahles = V? = 0,020 der Intensität des einfallen-den Strahles, welches nahe genug mit Bouguek’s Bestim-mung = 0,018 zusammentrifft. Für Glas können wir n = •§■setzen, also die Intensität des reflectirten Strahls am Glase= 0,053- Boüguer giebt sie nur = 0,025 an, indefs istsie bei verschiedenem Glase sehr verschieden *. Beim Dia-mant ist n =0,404, also die Intensität des Teflectirten Strahls= 0,180, das ist, zehnmal so grofs, wie beim Wasser. FürGlas ist es der Mühe werth, auch den durchgehenden und denan der zweiten Oberfläche reflectirten Strahl zu berechnen. Fürden in das zweite Fluidum eindringenden Strahl hatten wir

v = —.v, und wenn wir also für ihn annehmen, er er-

n-j- l

reiche die zweite, mit der erstem parallele Trennungsfläche,wo er wieder in das erste Fluidum austreten soll, so ist für den

austretenden Strahl, weil hier *“• statt n gesetzt werden mufs,

und die Intensität =

-JlL

~ z+i

I6n*(l + n)‘

. V

4n

(n + 0 2

1 = 1". Dagegen ist für den hier zu-

rückgeworfenen Strahl, so lange er in der zweiten Flüssigkeit bleibt,

, 1 — ir

(n-l)

2n . v,

'l+„ L (" + D’

und , wenn er aus der ersten Oberfläche wieder hervorgeht,_ , 2^ _ 4n. v . (n — 1)

V "~ 1 * * * V '*^ +(n+1)* ?

1 Wenn man bei Flintglas fiir rothe Strahlen n= 0,6144, für

violette = 0,5984 setzt, so ist die Intensität des reflectirten Strahls

bei jenen = 0,057, bei diesen = 0,063, fast wie 8:9, so dafs also

mehr violettes Licht reflectirt wird. Hierin- scheint sich also ein

Grund zu zeigen, warum so viele trübe Medien (um mit v. Götiie zureden) das blaue Licht mehr zurückwcrfen, das rothe mehr durchlassen.