T h e o r i c.
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es im Glühen sehen. Man kann fragen, ob unendlich reichlichoder in begrenztem Mafse ? Aber diesen Behauptungen , dieman, bei etwas mehr Neigung für Hypothesen , leicht noch bes-ser ausschmücken könnte, stehen grofse Einwürfe entgegen.Vorzüglich hat vos Ghottiiuss auf den Einwurf aufmerksamgemacht, dafs dann Bestrahlung mit blauem Lichte nothwendigeine blaue Phosphorescenz hervorbringen und so jede beson-dere Farbe ihre Eigentümlichkeit behalten müsse. Osa.vx’sBemerkung, dafs die weifse Phosphorescenz nach Bestrahlungmit farbigem Eichte von dem allemal noch übrigen Antheileanderer Farben im auffallenden Lichtstrahle herrühre, ist offen-bar ungenügend, da erstlich dieser Antheil geringe ist, undzweitens alsdann gar nicht erhellte, warum die blauen Strahlenwirksamer als die rothen , denen doch auch andersfarbige Strah-len beigemischt seyn werden, seyn sollten. Will inan hier dieEmissionstheorie verteidigen, so könnte man versuchen, denGedanken durchzuführen , dafs die verschiedenfarbigen Licht-theilchen nicht ihrem Wesen nach, sondern nur ihrem Zustandenach verschieden wären. Sollte nämlich eine wahrhaft abwech-selnde Beschaffenheit, auf die Art, wie die Anwandlungen sieandeuten, bei den Lichttheilchen statt finden, so könnten dieihrem Wesen nach gleichen Theilchen vielleicht gleich gut fähigsevn , diese Verschiedenheiten in schnellem oder in langsamemPerioden abwechselnd anzunehnign , eben dadurch aber uns dieEmpfindung des Violett bei kurzem Anwandlungsperioden, dieEmplindung des Roth bei längern Anwandlungsperioden u. s. vv.zu verschallen; es könnte Falle geben, wo die einmal einge-tretene Periode sich dauernd erhielte und also die F’arbe immerfort erschiene, welche dieser Periode gemäfs ist, und andereFälle (also namentlich bei. dieser Thosphorescenz), wo dieTheilchen , die mit bestimmten Anwandlungsperioden ankamen,beim Ausströmen alle die Anwandlungsperioden angenommenhätten, die sich uns in den verschiedenen Farben zeigen. Aberes wäre thöricht, einen Gedanken weiter zu verfolgen, demman leicht eine ganze Reihe eben so gut ausgesonnener Hypo-thesen an die Seite setzen könnte *.
Einen andern Einwurf, den v. Ghotthuss gegen die Emis-
1 Eine Hypothese, die der oben angedeuteteu ähnlich ist, spricht». Gsotthcss aus. Schweigg. Jouru. XIV. 162. 165.