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Licht.
gar keine Spur mehr übrig lassen. In den einzelnen Fällen , woeine chemische Veränderung vorgeht, liefse sich diese dadurcherklären, dafs die Verbindung der gröber materiellen Stoffe jawohl so beschaffen seyn kann , dals sie bei den wechselndenVerdichtungen und Verdünnungen des Aethers eine Aenderungerleidet, und diese Vorstellung erhielte dann durch die Versu-che 1 , welche zeigen , dafs die Interferenzen auch die chemi-schen Wirkungen aufheben , eine wichtige Bestätigung.
Diejenige Licht-Erscheinung, die am ehesten geeignetscheint, uns über die Natur des Lichtes Aufschlufs zu geben, >ist die Phosphorescenz durch Bestrahlung. Alan kann sie zumVortheil der Emanationstheorie auslegen, indem man es so an-sieht, als ob hier gerade, wenigstens in einzelnen Fällen, sichdeutlich zeige , dafs der Einwurf von dem Anhäufen des Licht-stofi’es in den bestrahlten Körpern ohne Grund sey. Wir woll-ten wissen, was aus dem Lichtstoffe werde, den die durchsich-tigen und undurchsichtigen Körper in sich aufnehmen; hiersehen wir den Lichtstoff so deutlich wieder ausströmen, dafs erdem Auge viele Stunden lang sichtbar wird, und da unser Auge,nach Verschiedenheit seiner Zustände, das matte Fhosphoresciren,selbst wenn es statt findet, nicht immer bemerkt, so bleibt unsunbenommen , ein Ausströmen von Licht in äufserst schwachemGrade auch da anzunehmen , wo unser Auge es nicht mehr be-merkt. Dadurch ist zwar jenem Einwurfe seine ganze Kraft nichtgenommen, indem von vielem absorbirten Lichte nur geringe, jameistens unbedeutende Spuren wieder hervorgehen, aber wenig-stens zeigt sich uns doch hier ein Hervorgehen des Lichtstoffes.
Dieses Hervorgehen des empfangenen Lichtstofl’es wird be-günstigt durch die Wärme. Leuchtsteine, die kalt nicht mehrleuchten, geben erwärmt immer noch Licht her, bis endlicheine gänzliche Erschöpfung eintritt; ja selbst das bessere Phos—phoresciren nach der Bestrahlung mit blauem, als mit rothemLichte schliefst sich der Erfahrung an, dafs Erwärmung währendder Bestrahlung die nachherige Phosphorescenz vermindert, oderdas Aufnehmen des Lichtes während des Bestrahlens hindert.Hieran reihet sich dann auch das Glühen, obgleich es von derPhosphorescenz durch Erwärmung sich zu unterscheiden scheint;starke Erhöhung treibt den Lichtstoff so reichlich aus, wie wir
1 Verjl. Art. Interferenz. Bd. V. S. 786.