218 XVII. B. Uebergang auf die neue Gestaltung der Dinge,
anlaßten). Als der Herzog von Orleans ermordet,und nach fünfzehn Jahren unter Beiwirkung desDauphins Karl an dem Burgunder gerochen wurde,erhob sich das vieljährige Unglück der VerbindungPhilipps II- von Burgund mit König Heinrich V,von England wider Karl, der dem Vater unterdem Namen des Siebenten folgte. Der Sieger vonn. C. Azincourt (Heinrich schlug hier die Franzofen) warmit Bewilligung des alten Königs in Paris zmKönig der Franzosen ausgerufen worden; der Da»phin irrte verurtheilt umher; nur Orleans bliebihm, als er König ward.
Cap. 38.
B « r g u ll d.
Der erste Herzog von Burgund war als der reichsteLandherr, an Geld aber so arm, gestorben, daß seine",'§4°! Wittwe, nach Landesbrauch, seine Schlüssel, seinenBeutel und Gürtel in den ersten vier und zwanzigStunden auf sein Grab legte, um dem Theil seinerErbschaft, welcher nicht Lehen oder von ihr war, znentsagen. Johann, ihr Sohn, gegen Türken und,inParteiungen durch unerschrockenen Muth berühmt,ein großer Mann, wenn er das Feuer seiner Leiden-schaften zu leiten gewußt hätte, brachte durch Hei-rat!) mit Margaretha von Bayern Ansprüche in sei»Haus, welche zu Erwerbung der Grafschaften Holland,Zeeland und Hennegau benutzt wurden.
Die Niederlande übertrafen zur selbigen Zeit,