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[Zweiter Band.]
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Cap. 38 . Burgund.

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mit Ausnahme Italiens, alle europäischen Länderan Gewerbfleiß, Volksmenge und Reichthum; inLöwen wurden hundert und fünfzigtausend Fabri-kanten gezählt. Die Mutter dieses Glücks war dieFreiheit. Der Landesfürst hob von Leuten und Gü-tern bestimmte Abgaben; das Maß, welches Jederzu bezahlen hatte, wurde alle vier Jahre erneuert.Außerordentliche Subsidiengelder konnten die Ständegeben. Der Fürst bereisete oft vorher die Städte,' um ihre Bürger zu stimmen. Bald wurden die Ab-gaben auf einen Verbrauchsartikel oder aufden Reich-thum an Land oder Geld gelegt. Mit Handelsgeistvereinigten die Niederländer Liebe und Uebung derWaffen; man sah zwischen Apres und Poperingheneine blutige Schlacht, als diese Stadt jener dieTücher nachgemacht haben sollte; bürgerlichen Kriegin den Gassen von Gent, worin Jakob Artavelleund Gerhard Divnisy, die Tuchmacher, die unterJohann Bacon streitenden Walker und Färber schlu-gen; Tenremonde gegen Gent, welche Stadt ihreFabriken zerstörte; Artavelle im Bund mit Edward,König von England, Miturheber des hundertjäh-rigen französischen Krieges; seinen Sohn Philippan der Spitze der Bürger im Feld wider Karl VI.und Philipp 1. von Burgund.

Nie stieg die burgundische Macht höher als unterPhilipp dem Guten, Sohn Johanns. Er war Her-zog zu Burgund, Herr der Freigrafschaft, Graf zuArtois und Flandern, Markgraf zu Antwerpen,

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