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Linsenglas.
bild übrig bleibt, wenn man auch den wichtigsten Theil derFarbenzerstreuuna wegschaift, will ich indefs hier aus den .Au-gen lassen und mich begnügen, die Untersuchungen überdas, was zwei Linsen leisten können, vollständig mitzutheilen.
Das secundäre Spectrum, welches wegen dieses ungleichenGesetzes der Farbenzerstreuung immer noch übrig bleibt, würdesich nur durch eine dritte Linse von anderer Zerstreuung derFarben wegschaffen lassen. Damit diese Farben, die nichtgänzlich in einen runct vereinigt werden können, möglichstwenig nachtheilig wirken , richtet man das Objectiv eines Fern-rohrs nicht so ein, dals.es die äulsersten Strahlen vereinigt, in-dem dann die mittleren und zugleich lichtvollsten Strahlen nichtstrenge vereinigt würden und folglich das Bild farbig machenmüfsten. Wenn die strenge vereinigten Strahlen in der Mittedes Orange und in dem noch lebhaften Blau liegen, so ist dieFarbenlosigkeit am meisten vollkommen; wenn man in einemso angeordneten Fernrohre das Augenglas ein wenig weiter heraus-zieht oder hineinschiebt, so sieht man im ersten Falle einenschwach purpurfarbenen Rand, im zweiten Falle einen schwa-chen, grünlichen Rand; im einen Falle nämlich geben die ver-einigten äufsersten Strahlen, roth und violett, einen purpurfar-benen Rand , im andern Falle geben die hier vereinigt erschei-nenden mittleren Strahlen griin und gelb einen grünlichen Rand,lind diese Ränder, als die schwächsten, die man erhalten kann,sind die Zeichen der möglichst gut durch die beiden gewöhn-lichen Glasarten hervorgebrachten Farbenlosigkeit. Durch an—dere Materien, als Glas, namentlich durch Flüssigkeiten, hatman dieses secundäre Spectrum zu vermeiden gesucht, wovonam Schlüsse die Rede seyn wird.
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2. Untersuchung der Abweichung wegen derKugelgestalt.
Da die Regel, nach welcher wir oben die Brennweite unddie Lage des Bildes bestimmt haben , nur für Strahlen, die sehrnahe bei der Axe einfallen, anwendbar ist, so sind w'ir genö-thigt, für etwas entfernter auffallende Strahlen auf diejenige Cor-rection Rücksicht zu nehmen, die daraus entsteht, dafs es nichtgenau statthaft ist, den Sinns des Bogens mit dem Bogen selbstzu vertauschen. Auch hier dienen uns die Formeln