Achtzehntes Buch.
Cap. i.
Ludcwig XI.
Auf Karl XII, König der Franzosen, folgte seinSohn Ludewig XI. in dem durch des Vaters Glückvon den Engländern befreiten Reich, welches anfing,unter den Mächten einen seiner Kraft angemessenenRang einzunehmen. Da Staatsmänner oft weniger, nach' dem beurtheilt werden, was sie waren, als nach> der Wirkung der durch sie geleiteten Geschäfte, so istLudewig dem XI. begegnet, daß Feinde des König-thums, welches durch ihn erhoben worden, seinen Ei-genschaften die Gerechtigkeit oft versagt haben. SeinRath, sagt er mit Recht, war in seinem Kopf; nichtleicht hätte ein geschickter Minister ihm besser zeigenkönnen, wie die Zeiten für den Thron zu benutzenwaren. --
DieMacht der Großen schien ihm das größte Hin-^ derniß der Einheit in der Verwaltung, welche einemStaat Kraft und Behendigkeit in Unternehmungengibt. Er war mit ihrer Erniedrigung so ganz be-schäftiget, daß keine Leidenschaft ihn an Befolgung