4 XVIII. B. Zur neuen» Ordnung veranlassende Resolut.
dieses Gedankens störte. Das Maaß seiner Kräfte iwar ihm zu gut bekannt, um sich unnöthig in aus-wärtigen Handeln zu compromittiren; er glaubte,für seine Nachfolger dadurch genug zu thun, daß ersie zu Herren ihres eigenen Landes machte. Selbstlsterin vermied er frühzeitiges Aufsehen, wvdmtgewarnt, die Großen vorsichtig, und wider ihn har-ten vereiniget werden können.
Er schien dem Lauf der Begebenheiten zu folgen,indeß er ihn oft leitete. Seine Feinde waren ebenso mächtig, und reicher als er; also setzte er ihnennicht Gewalt, sondern List entgegen, worin er ib- ^nen überlegen seyn konnte; denn es waren ihrer -viele, deren der eine das, der andere jenes wollte; 'er allein wollte immer nur Eines, »md benutzteihre Schwächen und Unfälle. Nicht nur verleimeer sie zu ihrem Ruin, er gab seiner Verwaltung einAnsehen von Ordnung und Gerechtigkeit (in Prim-sachen), welche die ihrige nicht hatte. 2n der Ein-falt seines Lebens und in der Verstcllungskunst warer dem Augustus ähnlich, und, wie er, aller Ver-brechen fähig , die seinen Absichten dienlich seonkonnten; wie er, im Cabinet größer als im Heer;denn Augustus und Ludewig, mitten in den Pla-nen ihrer Herrschsucht, hatten eine Furchtsamkeit,welche eine Ursache der großern Vorsicht ihrer Maß- -regeln, aber oft auch für sie eine Pein ivar, wodursihre Feinde an ihnen gerochen wurden.
Der Herzog von Burgund, Philipp der Gute.
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