Cap. i. Ludewig XI.
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welcher zu seines Vaters Zeit (mit welchem Ludewigmeist in Mißhelligkeit lebte) ihn an seinen Hof auf-genommen, hinterließ einen Sohn mit Namen Karl.
Dieser Fürst, so herrschbegierig als der König, hatte "wildere Leidenschaften, aber zu einer hohen und edelnDenkungsart größere Anlagen; sein Stolz verschmä-hete den Gebrauch der List, sein lebhaftes Gefühlließ ihm keine Macht über sich selbst. Die schönstenLänder diesseits dem Alpengebirge, beide Burgundund beinahe ganz Belgien waren sein Eigenthum;damit vereinigte er das Herzogthum Geldern, dessenHerrn, Arnold von Egmond, er von dem Gefäng-niß befreit, worin sein eigener Sohn ihn hielt; Ar-nold verkaufte seinem Befreier Geldern und dieGrafschaft Aütphen.
Schon zuvor hatte Sigmund von Oesterreich, n. e.Herr der Vorlande, die Grafschaft Pfirt und vieleStädte in Elsaß und Schwaben dem Herzog verpfän-det; Sigmund bedurfte dieses Geld in einem Kriege«der die Schweizer. Ferners hoffte Karl von demNeapolitanischen Titularkönige, Renatns von An-jou, daß er die Grafschaft Provence testamentsweiseihm hinterlassen würde; König Ludewig hatte diesenHerrn beleidiget. Lothringen konnte der burgun-dischen Macht wohl nicht widerstehen. Karl konnteein Königreich Aufbrassen oder Lotharingen gründen,und Frankreich für immer von Deutschland und Ita-lien trennen. Der König mochte selbst für Dau-»hinö und Lyon besorgt seyn; die Regentin Sa-