Band 
[Zweiter Band.]
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»t> Cap. r. Marimilia» I. i;

n- ^ seiner Majestät vergab, eine halbe Million teutschen, Gulden aber wesentliche Bedingniß seiner Heirarhr- mit Bianca Maria Sforza wurden. Auch die Reichs-in stände zeigten sich geneigter, ihn mit Volk, als miteiner Türkensteuer zu unterstützen.

Dieser Fürst konnte die französische Monarchie ingrößere Verlegenheiten zurückstürzen, als welche dieburgnndische Macht ihr zuzog: nach dem Tode sei-le ner ersten Gemahlin war er im Begriff, die Erbtvch-c, ter von Bretagne zu heirathen. Doch die französi-ni sehe List vereitelte dieses, und Anna gab ihre Handr- Karln dem VIII. Die bretagnischen Stände wollten, ^daß von zwei Söhnen, die sie gebären möchte, dera- zweite das Herzvgthum erhalte. Aber Karl undr- Ludenng XII, auf dem Thron und im Ehebette seinö- Nachfolger, hinterließen keine männliche Nachkom-me menschaft; worauf der König Franz I. mit Bretagneh die Einverleibung vornahm; hiedurch wurde diesesg Land unveräußerlich mit der Krone verbunden. Da-i- mals wurde festgesetzt, eine jede Provinz als ein- n.j- verleibt anzusehen, welche der König zehn Jahre mitseinen alten Landen zugleich würde verwaltet haben,l- Aber daß die Macht des größten und schönsten

- Königreichs nicht früher prädominirend wurde, und

- Galliens alte Gränze herstellte, dieses wurde durch

o Planlose Führung der Geschäfte gehindert. Indeß

- das Geschlecht Maximilians sich in den Niederlan-

- den befestigte, erschöpfte sich Frankreich über fünf-

l M Jahre in Kriegen um Erwerbung einer un-