194 XXI. Buch. Die Zeiten des dreißigjährigen Kriegt,
Der stille Kaiser Rudolph II. wurde durch denErzherzog Matthias, seinen Bruder, zu Abtrete«,n. C. der hungarischen und böheimischen Krone genöthigtDer nicht unweise Matthias hinterließ, Me er, kei-nen Sohn.
Ferdinand, Enkel des ersten Kaisers dieses Na-mens, war in Spanien erzogen worden. Ferdinandschien über die Pflicht eines Regenten einen einige«herrschenden Grundsatz zu haben: „daß er nänilih„bewirken müsse, nur Eine Glaubensform und i»„weltlichen Sachen unbeschränkte Macht in sein»
,/Lande zu haben." Es waren aber in den §rb!«»-den sowohl als in Böheim und Hungarn sehr vieledem protestantischen Lehrbegriff ergebene und malte Freiheiten eifersüchtige Menschen. Ebennhinderlich war dem spanischen Hofe seine Erschöpfung;oft bezahlten die Truppen sich selbst auf llnkck«der Länder. Man fand nöthig, die Interessen u«d^ ^ Kräfte beider Linien von Habsburg wieder zu m--66,.' einigen; die sechszigjährige Eifersucht erlosch.
Portugal war dem spanischen Hofe unterwürfig;!die meisten Entdeckungen und Eroberungen der Wfern Zeit fielen in fremde Hände. Es suchten dieHolländer in Ostindien die Waaren, deren Cinka»!ihnen als Rebellen Philipps in Lisboa verböte«wurde. Sie fanden in Ostindien eine durch d»iwarme Klima, das weichliche Leben, im UeberfiGund geistlichen und weltlichen Despotismus entkräf-tete Verwaltung. Indeß Philipp II. mit Verlust
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