Band 
[Zweiter Band.]
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Lax. 4. Anfang des dreißigMrigen Kriegs. 20;

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Partei des Kaisers, seines mächtigsten Nachbars, ge-gen sein eigenes Haus. Friedrich, geschlagen undhälslos (er verließ sich selbst), verlor nebst der Kronedas Kurfürstenthum.

Sein Unglück war der Ruin des Rests der böh-mischen Verfassung und der protestantischen Unionim Reich, die ihn nicht unterstützt hatte. Die Fun-damentalgesetze Böheims wurden vernichtet, vieleEdle enthauptet, geringere Leute gerädert, überdreißig tausend Familien zur Auswanderung ge-zwungen, vier und fünfzig Millionen Thaler prote-stantisches Eigenthum *) cvnfiscirt. Gestärkt durchSieg und Schätze wandte Kaiser Ferdinand daswohlgeführte Schwert seines Wallensteins, des baye-rischen Lilly, des spanischen Spinola, gegen die Op-position im Reich.

Die geistlichen Kurfürsten waren, von Standeswegen, seiner Sache zugethan; der weiseste, JohannSmkard von Cronberg, Erzbischof zu Mainz, da ervergeblich Mäßigung gerathen, fügte sich der Aeit,welche auch dem Erzstift Vortheile bot. JohannGeorg I, Kurfürst von Sachsen, dessen Vo«veser denReligionsfrieden ersiegt hatten, war voll Haß gegendie Calvinisren, eifersüchtig auf das Ansehen derPfalzgrafen, und in den Händen des Hofpredigers

') So wird es angegeben; aber wohl übertrieben, weil einesolche Summe in ganz Bdheim dazumal schwer-lich vorhanden seyn mochte.