Cap. 7- Gustav Adolph.
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thums, aber sein herrlicher Verstand wußte sie nachden Umständen und Waffen zu modificiren; erfühlte die Unbequemlichkeiten der schweren Infan-terie, und, wie er überhaupt aufdie Kunst der Be-ilegungen mehr als auf die physische Kraft hielt,machte er kleinere Abtheilungen; er vermengteFuß-voll pelotonweise unter seine Reiterei. Bei derGei-sieshoheit, welche die Größe seiner Plane voraus-seht, fehlte ihm weder die Aufmerksamkeit auf dasDetail der Organisirung seines Heers noch der ruhigeBlick in verwickelten Umständen; er wußte sein Heerauch durch Religion zu begeistern.
Dabei hatte Gustav Adolph die einfachsten Sit-ten; bei einem sehr schweren Körper theilte er alleMühe der Soldaten; seine Unternehmungen setzten.die Welt in Erstaunen, und er war gut, wohlthä-tig, für Freundschaft und Liebe empfindlich, beredt,populär, voll Vertrauen auf die Vorsehung; Edel-sinn und Sanftheit charakterissrten seine Züge.
^ Dieser König nöthigte durch eine unerwarteteErscheinung im Reich, durch unaufhaltbares Vor-dringen, durch den Sieg bei Leipzig, die protestan-tischen Reichsfürstcn, das Gefühl ihrer selbst insich aufzufrischen. Durch sie verstärkt, schlugt er diebesten Feldherren des sieghaften Kaisers, durchzogtriumphirend ganz Niederteutschland, hinauf bis«>i den Rhein und an die Donau, und nahm beiAtzen, siegend, einen Tod, wie ihn der größteFeldherr dem längsten Leben vorziehen würde.