Cap. S. Richelieu.
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Mit Holland, wo der alte Prinz von Oranien,Friedrich Heinrich, den Ruhm der Waffen seinesBruders unterhielt, schloß Richelieu einen Thei-lungstractat über die spanischen Niederlande. Aberdie Republik fühlte, daß Frankreich gefährlicher alsSpanien wurde. Friedrich Heinrich setzte den Kriegohne Anstrengung fort; seine Klugheit war tv be-rühmt als vormals sein Schwert.
lleberhaupt wurde Richelieu von den Alliirten,die er hatte, oft nicht zum Besten unterstützt, undbisweilen verlassen; dennoch wollte er nie auf ihreUnkosten Friede schließen; er schien sie durch ihreLage zu entschuldigen, und fühlte, wie vortheil-haft schon ihr Daseyn dem Ansehen des Hofes war.
Mitten in dem Krieg, den er wider den Kaiserund Spanien führte, starb der Cardinal. Dasverheerte teutsche Reich bedurfte des Friedens, aberdie Schwäche der Minderjährigkeit Lndewigs XIV.schien Hoffnung zn geben, daß er später mit ge-ringerm Verluste für Oesterreich geschloffen werdenkönnte. Man wußte, daß die Schweden ohnemächtige Unterstützung den Krieg nicht würden fort-setzen können. Friedensunterhandlungen wurdenangefangen, aber mit größter Langsamkeit geführt;wirklich war der Verlust einer Provinz weniger wich-tig als der Einfluß, welchen Frankreich in dieReichs-sachen bekam.
Aber Conds und Turenne, Helden wie aus demAlterthum, fingen an, ihren glänzenden Lauf zu