218 XXI. Buch. Die Zeiten des dreißigjährige» KriegS.
«. s zeigen; jener brachte in den Gefilden von Rocro?
' der spanischen Infanterie einen Hauptstreich bei;alle Kunst Mercp's wurde erfordert, im Schwarz-wald Turenne aufzuhalten, dem diese Feldzüge zurKriegsschule dienten. Des Herzogs Bernhard vonWeimar sieghaftes Heer war, durch Verwendungdes Generals von Erlach, französisch. Die Schwe-den beschleunigten den Frieden, mehr als durch diebesten Unterhandlungen, durch den Einfall in Bö-heim und die Eroberung eines Theils von Prag.Hier, wo der dreißigjährige Krieg anfing, endigteer. Der Kaiser überzeugte sich, daß nichts zu ge-winnen war; der König von Spanien hatte Portu-gal eingebüßt, und Neapvlis war in Gefahr. Die-ser Umstände bediente sich zu Münster der Grafd'Avaur, unter den dortigen französischen Ministemderjenige, welcher den Frieden am ernstlichsten wollte;sein geschickter College, Abel Servien, hatte wenigerZutrauen, und seine Absichten waren nicht so rein.
Der Cardinal Mazarin regierte in Frankreich;LudewigXIV. war in seinem zehnten Jahr; dieKönigin Mutter, Anna, Tochter Philipps IU,folgte der Politik des Ministers. Richelieu hattedie großen Dinge veranstaltet, welche nun sich wievon selbst gaben; Mazarins weniger schreckendeGröße und seine geschmeidigere Mäßigung erleich-terten die Ausführung; Europa fürchtete ihn weni-ger; diese beiden Minister waren in ganz verschie-denen Lagen jeder an seiner Stelle groß.