254 XXI. Buch. Die Zeiten des dreißigjährigen Kriegt,
Brasiliens; er gab den Engländern freien Handelnicht nur in Portugal, sondern auch in den afrikani-schen Besitzungen, und versprach den Franzosen, siewie die freundschaftlichste Nation zu behandeln,Diese Traktate schienen die Seemächte alle gleitzu begünstigen; der Gewinn mußte für die tä-tigste seyn.
Cap. is.
Großbritannien.
Das Königreich Großbritannien war in bürger-liche Kriege verwickelt, welche nichc sowohl Wirkungeines großen Mißbrauchs der königlichen Macht odereines von der Opposition entworfenen Plans, alsdes Laufs der Dinge waren. Dieser, da er nach demUntergänge des hohen Adels und Störung des Wohl-standes der Bürger das Königthum unmäßig erho-ben, gab seit Elisabeths glücklicher Zeit den Gemei-nen ungewöhnlichen Wohlstand, und unter Jamesund Karl den Muth, ihre Reckte zu gebrauchen.
Karl konnte glauben, daß er nur die hergebrachteGewalt übe; und von dieser hatte sein gelehrter Va-ter ihm ganz falsche Begriffe gegeben. Er beant-wortete Vorstellungen mit Härte; Proklamationenseines Willens vermeinte er ein Ansehen zu geben,wie die Sieger von Crecy und Azincourt es kaumhätten dürfen fordern. Zugleich reizte er den Car-dinal Richelieu durch kraftlose Unterstützung franzö-sischer Hugenoten, und Oesterreich durch Worte (ohne