258 XXI. Buch. Die Zeiten des dreißigjährigen Kriegs
wie die Engländer hatten, teutschen Protestanten ' dReligionsübungen. Weiter unterstützte er den Hau-, Adel durch unverzinsliche Darlehen; von der Einfuhrwurde ein bestimmter Aoll zu fünf Procenten erho- dden; so viel einer eingeführt, eben so viel durfte er "zollfrei ausführen. v
n. C. Mit Weisheit und verehrt herrschte Czar Boris, g
als Gregorp Atrepieff, ein junger Mönch, sich ein-fallen ließ, den russischen Thron einzunehmen. Man hbeschuldigte Boris, daß er den Prinzen Dmitri(De- ! ^metrius), Czar Fcdvrs Bruder, und diesen M > ,auf verschiedene Art ermordet hätte. Atrepieffgab ^ jsich für jenen Dmitri aus, und beredete hieven den ^Woiwoden von Sendomirz und viele andere pol- §
Nische Herren. Er versprach, wenn er durch ihre §Waffen hergestellt werde, sie groß zu machen, und ,die römischkatholische Glaubensform zu begünstigen. -
Viele Bojaren entzogen sich dem Czar; er, M §Gram getödtet, hinterließ den Thron seinem Sohn ,
Fedor. ,
n Moscow wurde von den Polen erobert; Dmitri' bestieg den Stuhl seiner Väter (so glaubte man es); ^er heirathete die Tochter des Woiwoden von Sendo-mirz. Viele Gründe machen zweifelhaft, ob Atre-pieffs Name nicht in der That einen wahren Thron-erben verbarg. Seine Regierung war löblich; er !bewies Edelsinn, er entwickelte Tugenden. Nur ^schien er polnische» Sitten günstiger und beleidigte