Cap. is. Rußland. 259
den Stolz einiger Großen. Hierüber entstand eineAufruhr, die ihm das Leben kostete.
Als Wasilej Suskoj an seine Statt erhoben wur-de, zeigte sich ein anderer Dmitri, welcher auch derunglückliche Czar seyn wollte. Abermals wurdevon den Polen Moscow belagert. Der Fürst Gal-lien nöthigte den Czar, sich an sie zu ergeben. Erstarb bei ihnen.
Die Stimmen der Meisten waren für die Wahldes polnischen Prinzen Wladislaf Was«. Dieser Zu-fall konnte sein Haus für die Verlorne schwedischeKrone entschädigen; er würde der gewaltigsteFürstim Norden gewesen seyn. Aber der nämliche Eiferfür die römischkathvlischen Formen, der Abstand derSitten, der polnische Stolz, erregte den Unwillender Russen. Verschwörungen, Verräthereien undErmordungen füllten Moscow mit Mißtrauen undMut. Mehr als Ein durchgängiges Würgen trafselbst gemeine Bürger. Der Schatz der Czars wurdenach Warschau geführt. Noch drei falsche Dmitriäfften die Nation.
Ermüdet von Verwirrungen versammelten sichdie Großen und Edlen zu fester Bestimmung, werRußland beherrschen soll; drei Lage fasteten sie undriefen zu Gott; Mütter versagten Säuglingen dieMilch. Endlich vereinigten sich die Herren und dieBoten der Städte für einen fünfzehnjährigen Kna-ben: Michail Romanow, Sohn des ErzbischofsWlaretns, durch seine Mutter Enkel des Czars
n. C
1606»
n. C