5S XXII. Buch. Uebergewicht der Könige von Frankreich.
Nun fand Kaiser Leopold in seinem Widersprüchegegen Philipp V. Beifall; der Erzherzog, sein zwei-ter Sohn, wurde als Karl III. für König Spanienserklärt; der Successionskriez nahm den Anfang.Der Erzherzog hatte für sich das Geburtsrecht, seinErzhaus (diese zweite Linie von Habsburg), dasReich, die Seemächte. Nun wurde nicht mehr aufMittel gedacht, wodurch allgemeiner Friede hämkönnen gesichert werden; der Gedanke, daß das HausBourbon auf dein Wege einer Weltmonarchie seil,beschäftigte aufs Neue die Gemüther.
In Spanien wurde Philipp zu Madrid und inCastilien, der Erzherzog in Arragonien, Catalonien,auf den Balearen und von vielen Großen als Königerkannt.
Cap. 17^
Der >rorr i sche Krieg.
Südeurvpa verfiel in einen zwölfjährigen Erbfvlgekrieg, und holsteinische Familienhändel ent-flammten einen zwanzigjährigen im Norden.
Als weiland Christian III, König von Däne-mark, mit Herzog Adolph zu Holstein, seinem Bru-der, die väterliche Erbschaft getheilt, blieb in Ver-waltung der holsteinischen Städte und geistlichenund weltlichen Edellehen eine Gemeinschaft. AlsZeit und Verschiedenheit der Gemüther die Königeund Herzoge einander fremd machten, entstandeneine Menge Streitfragen, welche zu einzelnen Ver- ^