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[Zweiter Band.]
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Cap. 16. Die spanische Erbfolge.

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M wem er glauben dürfte, den Weg des Rechts» sichersten zu vernehtuen. Nach langem Wan-ken unterzeichnete Karl ein Testament,'wodurch Phi-lipp von Anjou, Enkel -Wnig Ludewigs XIV, zwei-:er Lohn des Dauphin, mit der Bedingniß zum§rde» eingesetzt wurde, daß Spanien eine unabhän-gige Monarcbie und uugetheilt'bleibe; wenn er die-ne nicht eingehe, so soll der Erzherzog Erbe seyn.

Dieses Testament wurde nach langer Berathschla-gn»? von Ludewig XIV. angenommen; und hiedurchwurden alle Tractate; in die er sich mit den euro-päischen Mächten über die spanische Thronfolge ein-gelassen hatte, vernichtet. Wilhelm III. zeigte sichgeneigt, auch diese neue Wendung der Dinge, wennPhilipp V. seinem Recht auf die französische Kroneentsage, sich gefallen zu lassen.

Zu diesem Zeitpunkte starb zu St. Germain bei n.^ C-Paris der vertriebene König von England, James II,und hinterließ einen Sohn, dessen Geburt von ei-nem großen Theil der Engländer für Betrug ange-sehen wurde, und welchen das Parlament von derThronfolge ausgeschlossen, der Friede von Rpswykaber nicht versucht hatte, wieder einzusetzen. Die-sen Prätendenten erkannte Ludewig XIV. als Ja-mes den III, König von Großbritannien und Ire-land. Hiedurch beleidigte er den Nativnalstvlz derBritten und König Wilhelmen, der in Holland AlleSvermochte, und die Seele der europäischen Politikwar.