128 XXII. Buch. Übergewicht her Könige von Frankreich,
Entthronung seines Bruders, der Sultan Mahmud,sein Neffe, gefangen saß, führte ihn zu dem Thron,nannte ihn Padisha, und sprach: „Dein Vater Mu-„stapha verlor die Regierung, weil er dem Müsli„Fei'z Mäh blindlings folgte; so habe ich zu M„dem Wessir Ibrahim Pascha geglaubt; wache übn„deine Minister, herrsche glücklich!" Er selbst begibsich in die verschlossenen Zimmer, wo zuvor Achmud war; daselbst lebte er noch sechs Jahre.
In derselbigen Nacht küßten alle Großen denSaum des Kleides des Padisha Mahmud. Mor-gens erschien er an der Pforte des Glücks auf demThron desgroßen Sulejman. Die Häupter der Auf-ruhr schmeichelte er, so laug sie furchtbar schiene»,Achtzigtausend Mann zu Fuß und zwanzigtauseudSpahi erhielten das Gnadengeschenk. Die Stadlschien beruhiget. Nachmals wurde ein Divan übndie persischen Geschäfte versammelt; Kalil, Mosluund Ali wurden in denselben mit berufen. Leib-wachen des Fürsten umgeben den Diwan, kein Be-waffneter wird hereingelassen. Plötzlich erhob sichder Aga Mustafa: „Tod den Feinden des Padisha!"Kalil wurde nach geringem Widerstände umgebracht!Moslu erwartete, in den Mantel gehüllt, unbeiueg-lich, den Stretch; als Ali gefallen, wurden zu-gleich in allen Gegenden der Stadt sechstausend Au-hänger getödtet, hierauf die Amnestie ausgeru-fen, den Janitscharen eine halbe Million Thalervertheilt, und ein herrliches Fest gegeben. Diese»
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