Cap. 53. Entthronung AchmedS.
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Drei Ianitscharen, Kalil, Moslu und Ali pflanz-ten vor der Moschee Sultan Bajessids die PanierdcrAufruhr. Ihre Partei wurde groß, che der Weffir«derder Sultan Warnung erhielten. Der GroßwessirIbrahim war ein Renegate aus Armenien; er besaßdie Gunst seines Herrn; ausgezeichnete Einsichtenund mancherlei Tugenden hatten ihm Ruhm erwor-ben. Im Augenblicke des Aufstandes war der Hofzn Scutari, und rüstete einen Feldzug wider diePerser. Achmed eilte zurück, und bot Gnade, wenndie Urheber die Waffen niederlegten; aber er ver-säumte die Mittel, sie zu nöthigen. Der Großwes-sir rieth hervorleuchtenden Muth, aber Achmed ver-gaß seiner selbst. Bald war das Arsenal, der größteTheil der Stadt, die Gegend um den Palast in re-bellischer Gewalt. Der Kopf des Großwcfsirs undanderer zwei Minister wurde begehrt und gegeben.Jetzt betete Ibrahim nicht, wie sonst die Moslemjn;„Ich habe," sprach er, „noch Eine Minute zu le-«ben; was soll ich mirdie Mühe machen!" Von deman wagte Niemand, sich für Achmed hervor zu stel-len. Bald sandten die Rebellen den Imam der gro- mßen Moschee nach dem Palast; er kam am Abendedes Oktobers; er bezeugte den Großen, daß dasVolk eine neue Regierung fordere; sie schwiegen;der Imam sprach zu dem Padisha: „Dein Reich, »„Achmed, ist vorüber; sie wollen dich nicht mehr!"Der Kaiser stand auf, sprach: „Warum sagtet ihr„es nicht eher!" ging hin, wo seit 27 Jahren, seit